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Neue Datenschutzregeln bei iOS

Verbände reichen Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple ein

27. April 2021, 07:27 Uhr   |  Quelle: dpa | Kommentar(e)

Verbände reichen Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple ein
© Apple

"Mit der App-Tracking Transparenz müssen Apps nun die Erlaubnis der NutzerInnen einholen, wenn sie die Werbekennung ihres Geräts verfolgen oder darauf zugreifen wollen", heißt es auf der Apple-Webseite.

Kurz vor Einführung strikterer Datenschutzregeln auf dem iPhone eskaliert der Streit auch in Deutschland. Verbände der Medien- und Werbewirtschaft beschweren sich beim Bundeskartellamt. Bisher war Facebook ein Wortführer der Kritik.

Eine Gruppe deutscher Verbände aus der Medien- und Werbewirtschaft wirft Apple wegen anstehender neuer Datenschutzregeln unfairen Wettbewerb vor. Auf iPhone und iPad werden Apps künftig die Nutzer um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie für Werbezwecke ihr Verhalten quer über verschiedene Dienste und Websites nachverfolgen wollen. Da viele Nutzer dies ablehnen dürften, bangen diverse Anbieter um ihr Werbegeschäft.

Nun reichten acht Verbände eine Missbrauchsbeschwerde beim Bundeskartellamt ein. "Wir schauen sie uns jetzt erst einmal an", sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Apple entgegnete auf die Beschwerde: "Wir glauben, dass Privatsphäre ein grundlegendes Menschenrecht ist." Die Daten gehörten den Nutzern, "und sie sollten selbst entscheiden können, wie ihre Daten verwendet werden und von wem". Man habe Unterstützung von Behörden und Datenschützern für die Funktion bekommen.

Die Verbände kritisieren, der Konzern schließe "faktisch alle Wettbewerber von der Verarbeitung kommerziell relevanter Daten im Apple-Ökosystem aus". Gleichzeitig nehme Apple seine eigenen Dienste jedoch von den geplanten Änderungen aus und sammle selbst erhebliche Mengen Nutzerdaten. Der Konzern konterte: "Diese Regeln gelten für alle Entwickler gleichermaßen – auch für Apple."

Die Beschwerde reichten unter anderem der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW, die Organisation der Mediaagenturen OMG, der Markenverband sowie die Verlegerverbände BDZV und VDZ ein.

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