M2M-Kommunikation

Telefónica: One Face to the Customer

21. März 2013, 11:12 Uhr | Markus Kien | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Alleinstellungsmerkmale im M2M-Dienste-Angebot

funkschau: Welche Rolle spielen die M2M-Dienste im Portfolio von Telefónica für die Positionierung im Markt? Beziehungsweise: Mit welchen Diensten will Telefónica seine M2M-Kundschaft darüber hinaus überzeugen?

Brasche: Zunächst braucht man eine leistungsstarke Plattform, um den Markt zu bearbeiten. M2M funktioniert nicht mit den normalen Billing- und Aktivierungs-Systemen, wie man sie aus der klassischen Mobilfunkwelt kennt. Man benötigt Funktionen wie beispielsweise Kartenaktivierung oder Handling von Roaming-Features für enorme Stückzahlen, die in die Hunderttausende gehen können. Das soll aber den Kunden gar nicht beschäftigen müssen. In dem gleichen Maße, in dem wir den Kunden mit Einheitspreisen, beispielsweise für die Region Europa, die Sorge um das Preismanagement abnehmen, braucht der Kunde bei uns eigentlich keine Informationen mehr über das Portal selbst. Das war früher anders: Man hatte ursprünglich gedacht, dass für die einzelnen Branchen die Portale zugänglich sein müssten. Das oft verwendete Stichwort „Mandantenfähigkeit“ hat heute eine untergeordnete Bedeutung.

Telefónica setzt eine Ebene höher an, was durchaus ein gewisses Alleinstellungsmerkmal im Markt darstellt: Bei uns haben die Kunden praktisch eine globale Netzverfügbarkeit und über die innovative Portal-Lösung von Telefonica, die kurz vor dem Rollout steht, stellen wir den maximalen Anwendungsnutzen sicher. Dazu stellt eine spezielle Middleware, das so genannte DCA-Tool (Data Collection and Analysis), die nötigen Informationen zur Verfügung. Mit diesem Tool können die Kunden ihre übertragenen Daten aufbereiten und anschließend ihre Businessprozesse anstoßen. So wird vermieden, dass der Kunde zusätzlich in Eigenentwicklungen investieren muss. Unsere Strategie setzt ganz konsequent auf schlüsselfertige Lösungen, die den Anwendern mit möglichst wenig Management-Aufwand den angestrebten Businessnutzen bieten - etwa bei der Steuerung von Service- und Betriebsprozessen.

 

funkschau: Welche Rolle spielt die M2M-Hardware für die Positionierung im Markt?

Brasche: Das Thema Hardware wird oft in einem Atemzug mit der Forderung nach Standardisierung genannt. Ich sehen die Diskussion „Zertifizierung versus proprietäre Lösung“ nicht so kritisch, mit einer Ausnahme: In regulatorisch getriebenen Bereichen wie Smart-Metering wird für alle Beteiligten Planungssicherheit gebraucht, um auch die nötigen Investitionen abzusichern. In den übrigen M2M-Segmenten ist eher eine Harmonisierung wichtig und sinnvoll, um den Fortschritt nicht unnötig auszubremsen. Eine Notwendigkeit zur Standardisierung von M2M-Hardware am Markt sehe ich persönlich nicht. Über die Middleware-Komponenten, die wir bereits gebaut haben, gelingt es uns sehr gut, alle möglichen Arten von Hardware anzubinden.

 

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