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Mobilität der Zukunft

Teamwork statt Rivalitätsdenken

20. Juli 2020, 13:58 Uhr   |  Autor: Pedro Pacheco / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Teamwork statt Rivalitätsdenken
© dmitrydesigner -123rf

Das autonome Fahren wird langsam massentauglich. Wie Automobilunternehmen diese Herausforderung am besten meistern können.

Der Anbruch des neuen Jahrzehnts ist auch für die Automobilindustrie ein bedeutender Zeitpunkt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Autonomes Fahren ist eine wichtige Kategorie, die immer mehr zur Realität wird. Solch ein Paradigmenwechsel ist aber für einen einzelnen Hersteller fast unmöglich allein zu stemmen. Unternehmen arbeiten deshalb verstärkt zusammen und werden das auch weiterhin tun. Um die erforderlichen hohen Investitionen zu rechtfertigen, müssen zudem Kosten reduziert werden.

Waymo, autonomes Fahren
© Waymo

Steve Mahan, der blind ist, fuhr 2015 mit einem „Firefly“ ohne Lenkrad und Pedale die weltweit erste und einzige wirklich selbstfahrende Fahrt auf öffentlichen Straßen von Austin, Texas. Google hatte den autonomen Prototypen bereits 2014 vorgestellt und baute in Folge an die 70 Fahrzeuge dieser Art. Die kleinen Zweisitzer mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 40 Kilometern pro Stunde seien laut Hersteller von Anfang an zum Experimentieren und nicht für die Massenproduktion gedacht gewesen. 2017 verkündete Google das Aus des eigens konzipierten Gefährts und betonte die Absicht, sich künftig auf die Rolle des Zulieferers von Roboterwagen-Technologie konzentrieren zu wollen.

Das autonome Fahren nimmt Fahrt auf
Schon 2019 sollte das Jahr sein, in dem Unternehmen vollständig fahrerlose Fahrzeuge in Robotaxi-Flotten anbieten. Aber die technischen Herausforderungen erwiesen sich noch als zu groß. Waymo, die Tochtergesellschaft von Alphabet, die an autonomen Fahrzeugen arbeitet, könnte ihren fahrerlosen Dienst im Jahr 2020 nun aber tatsächlich einführen. Ende 2019 hat das Unternehmen bereits vollständig fahrerlose Fahrzeuge mit Passagieren im Testbetrieb in Arizona eingesetzt. General Motors und sein Partner Cruise Automation haben eine für 2019 geplante Markteinführung ausgesetzt, inzwischen jedoch erhebliche technische Fortschritte erzielt. Nun könnten sie 2020 ein eingeschränktes Programm für fahrerlose Fahrzeuge auf den Weg bringen. Tesla versprach ursprünglich, im Jahr 2020 eine Million vollständig autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Obwohl es höchst unwahrscheinlich ist, dass es in diesem Jahr solche Autos auf der Straße gibt, könnte das Unternehmen seine bestehenden Fahrzeuge mit mehr Fähigkeiten ausstatten, die unter bestimmten Bedingungen eine begrenzte Autonomie ermöglichen.

Gartner prognostiziert, dass im laufenden Jahr 55 Millionen Fahrzeuge mit „embedded Connectivity“ zu der bereits weltweit installierten Basis hinzukommen werden, sodass die Gesamtzahl auf über 250 Millionen Fahrzeuge ansteigen wird. Die Datenverbindungen zu den vernetzten Fahrzeugen werden zu einem neuen Ökosystem von Dienstleistungen und Fähigkeiten rund um das Auto führen. Sie werden auch einen Boom bei der Speicherung von Daten on premise und in der Cloud zur Folge haben.

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1. Teamwork statt Rivalitätsdenken
2. Partnerschaften und Konsolidierungen

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