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Halbleiter-Knappheit

Samsung investiert mehr in Chip-Technologie

14. Mai 2021, 09:26 Uhr   |  Quelle: dpa / Redaktion: Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Samsung investiert mehr in Chip-Technologie
© YNA / dpa

Moon Jae-in, Präsident von Südkorea, (4. v. r.) und andere Teilnehmer während einer Präsentation über die Halbleiter-Strategie.

Samsung, wie andere große Chip-Hersteller weltweit, erhöht seine Investitionen in Chip-Technologie. Grund dafür ist die andauernde Knappheit von Halbleiter-Modulen. Das Unternehmen bekommt dafür auch Unterstützung von der Regierung Südkoreas.

Samsung, der südkoreanische Elektronik-Gigant, will seine Milliarden-Investitionen in die Chip-Technologie aufstocken. Grund dafür ist die globale Halbleiter-Knappheit, die auch durch die gestiegene Nachfrage nach Technik wie Notebooks in der Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Bis 2030 sollen 171 Billionen Won (etwa 125 Milliarden Euro) in das Geschäft mit Chip-Prozessoren und der Auftragsfertigung investiert werden. Südkoreas Regierung kündigte größere Steuervergünstigungen und Kredithilfen an, um die Investitionsvorhaben der einheimischen Chip-Industrie zu stützen.

Mit den höheren Ausgaben will Samsung Electronics die Forschung im Bereich der Prozessor-Technologie und den Bau neuer Produktionsanlagen beschleunigen. Bereits im April 2019 hatte Samsung Investitionen von 133 Billionen Won angekündigt.

Samsung will seinen Status als Marktführer für Speicherchips auch auf sogenannte Logikchips bis zum Ende dieses Jahrzehnts auszuweiten. Deshalb habe Samsung in den vergangenen zwei Jahren mit verschiedenen Halbleiterdesign-Unternehmen, Teileherstellern und Ausrüstern sowie Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet.

Eigenen Angaben zufolge begann das Unternehmen außerdem mit dem Bau einer neuen Produktionslinie in seinem Fertigungskomplex in der Stadt Pyeongtaek. Die Anlage soll in der zweiten Hälfte 2022 fertiggestellt werden.

Staatspräsident Moon Jae sagte, dass Südkorea seine Spitzenposition bei Speicherchips festigen und die Nummer eins bei Systemhalbleitern werden müsse. Nur so könne das Land sein Ziel erreichen, "bis 2030 ein Halbleiter-Machtzentrum zu werden". Laut Moon wollen die südkoreanischen Chip-Unternehmen in den nächsten zehn Jahren 510 Billionen Won (etwa 373 Milliarden Euro) oder mehr investieren. "Die Halbleiter-Industrie hat sich jenseits des Wettbewerbs zwischen Unternehmen zu einer Ära des Wettbewerbs zwischen Ländern hinbewegt." Um die Reorganisation der globalen Lieferketten zu bewältigen, werde die Regierung Unterstützung wie etwa Steuervorteile auf nationaler Ebene anbieten. Geplant sind unter anderem bis 2024 Steuerreduzierungen um bis zu 50 Prozent bei Forschung und Entwicklung sowie bis zu 20 Prozent bei Anlageinvestitionen. Mehr als eine Billion Won soll für Kredite zu günstigen Zinsen für Sachinvestitionen bereitgestellt werden.

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