Firmen reagieren auf Krisen

Preissprung voraus

1. April 2022, 11:04 Uhr | dpa/Redaktion: Lars Bube | Kommentar(e)
Schmuckbild Preissteigerung
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Das Ifo-Institut rechnet in seiner aktuellen Prognose mit Preiserhöhungen in fast allen Bereichen der Wirtschaft. Die Inflationsrate dürfte damit so hoch steigen wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Immer mehr Firmen wollen in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen. Darauf weisen die am Mittwoch veröffentlichten Ifo-Preiserwartungen hin, die mit 54,6 Punkten einen Höchstwert erreichten. Im Vergleich zum Februar stieg der Index um 7 Punkte.

„Damit dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr auf deutlich über 5 Prozent steigen“, sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser. „Das gab es in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren, als die Inflationsrate nach der zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1981 auf 6,3 Prozent kletterte.“

Die Preissteigerungen sind laut Ifo insbesondere im konsumnahen Bereich zu erwarten. Im Nahrungsmitteleinzelhandel beispielsweise liegt der Wert bei 94. Das bedeutet, dass die allermeisten Befragungsteilnehmer aus dieser Branche Preiserhöhungen planen. Der Wert errechnet sich nämlich aus dem Anteil der Firmen, die Preise erhöhen wollen minus dem Anteil, der die Preise senken will. Er wird allerdings noch um Saisoneffekte bereinigt.

«Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe», erklärte Wollmershäuser. Besonders viele Preissteigerungen sind laut Ifo zudem im sonstigen Einzelhandel, bei konsumnahen Dienstleistungen, im Großhandel und der Industrie zu erwarten. Dazu, wie hoch die Preissteigerungen ausfallen, fragt das Ifo nicht.


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