KI und die Versicherungsbranche

Partnern mit Start-ups

3. Dezember 2021, 10:30 Uhr | Autor: Sebastian Pitzler / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
Big Data, Programmierung, KI
Künstliche Intelligenz birgt Chancen für Versicherer sowie Verbraucher.
© Markus Spiske / Unsplash

Künstliche Intelligenz birgt Chancen sowohl für Versicherer als auch Verbraucher. Start-ups können als Kooperationspartner dabei helfen, digitale Prozesse und Service-Angebote zu etablieren und somit ungenutztes Potenzial auszuschöpfen.

Die Digitalisierung durchdringt, verstärkt durch die Corona-Pandemie, mittlerweile alle Lebensbereiche. Auch die Versicherungsbranche ist hier nicht ausgenommen. Dies lässt sich laut des Capgemini World Insurance Report 2020 auch auf Seiten der VerbraucherInnen bemerken: Ein rein digitaler Versicherungsabschluss ist bereits in allen Altersgruppen zur Gewohnheit geworden. Deutsche Versicherer haben in den letzten Jahren vermehrt im Bereich der Digitalisierung investiert. Unter anderem hat man man Start-ups zusammengearbeitet, um digitale Prozesse und Service-Angebote zu etablieren.

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Start-ups als Lösungsanbieter

Wie können große Unternehmen Innovationen schaffen und vorhandenes Potenzial ausschöpfen? Das Erkennen von Notwendigkeiten und Chancen der Digitalisierung ist nur der erste Schritt im langwierigen Change-Management-Prozess. Daraufhin müssen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden, bevor an die Umsetzung gedacht wird.

Im Prozess digitaler Innovation sind Start-ups wichtige Kooperationspartner. Vor allem wenn die Transformation nicht oder nur eingeschränkt durch interne Ressourcen umgesetzt werden kann. Sie bieten den Vorteil, dass sie meist agil handeln und neue Ideen mitbringen. Zudem verfügen sie über aktuelles technisches Wissen, vor allem bei Themen wie KI oder Machine Learning. Es lohnt sich also für Versicherer, Entwicklungen in der Start-up-Szene im Blick zu behalten. Um passende Kooperationen zwischen Start-ups und Konzernen zu erleichtern, bestehen Initiativen wie InsurLab Germany, die beispielsweise verschiedene Match-Making-Formate für die Versicherungsbranche bieten (siehe auch Infokasten).

Künstliche Intelligenz – Heilsbringer oder Schuss in den Ofen?

Bisher findet KI bei Versicherern hauptsächlich im Kundenkontakt Anwendung, wie im Betrieb von Chatbots oder Self-Service-Portalen. Gleichzeitig verwenden nur rund 6 Prozent aller Unternehmen KI im Kontakt mit Versicherten. Dies wird häufig durch Bedenken hinsichtlich fehlender Datenschutzmaßnahmen oder aufgrund von Umsetzungskosten begründet. Dabei werden datenbasierte Anwendungen auch in der Versicherungsbranche immer bedeutender und Unternehmen müssen ihre Big-Data-Nutzung optimieren. Genau hier liegen die Vorteile von KI: Sie kann etwa in der Automatisierung der Dunkelverarbeitung Einsatz finden, was Anpassungen zur weiteren Automatisierung erleichtern und Verwaltungskosten senken kann. So ermöglicht KI, dass Versicherte schneller individuelle Produkte finden oder Anspruchsfälle abwickeln.

Grundsätzlich sollte KI als Chance wahrgenommen werden, in Service-Bereichen monotone, repetitive Aufgaben zu erledigen. Diese Sicht vertritt auch das Fraunhofer IAIS. So schaffe KI zum einen mehr Freiraum für kreative und qualitativ anspruchsvolle Tätigkeiten, zum anderen entstehen spannende technische Berufsfelder.


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  2. Welche KI-Projekte gibt es bereits und wie geht es weiter?

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