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OTT - Chance oder Bedrohung?

28. November 2016, 11:30 Uhr   |  Autor: Brian Morris / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

OTT - Chance oder Bedrohung?
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Over-the-Top-Dienste erhöhen den Druck auf traditionelle Player in ihrem Bemühen, mit den schnellwachsenden Newcomern, die neu in den Markt einsteigen, mitzuhalten. Aber ist OTT wirklich eine Bedrohung – oder könnte es nicht auch eine große Chance sein?

In der heutigen mobilen und cloudgetriebenen Welt haben Online-Inhalte, -Anwendungen und -Dienste nicht nur das Alltagsleben verändert, sondern auch ganze Branchen. Verbraucher können nun verschiedene Arten von Medien wie Filme und Musik online und on demand nutzen. Auch die Kommunikation läuft über Online-Messenger und Voice-Dienste wie Whatsapp und Facebook Messenger. Diese Over-the-Top-Dienste erhöhen den Druck auf traditionelle Player in ihrem Bemühen, mit den schnellwachsenden Newcomern, die neu in den Markt einsteigen, mitzuhalten. Aber ist OTT wirklich eine Bedrohung – oder könnte es nicht auch eine große Chance sein?

Unter OTT versteht man, dass Inhalte über nicht-traditionelle Übertragungskanäle via Internet bereitgestellt werden. Diese neuen Dienste, die in besonderer Weise Einfluss auf Medien und die Mobilfunkbranche haben, stehen zu einem gewissen Grad im Wettbewerb zu den Diensten traditioneller Telekommunikations-, Kabel- und Satelliten-TV-Anbieter. Der Vorteil für die Nutzer liegt auf der Hand: Zuschauer sind nun in der Lage, wann und wo sie wollen sowie auf jedem Endgerät – darunter mobil – zu kommunizieren und die Inhalte anzusehen, die sie möchten. Häufig zu sehr attraktiven Preisen oder sogar kostenlos.

Dies spiegelt sich wiederum im rasanten Wachstum der Nutzung von OTT-Diensten wider. Beispiel mobiles Messaging: Während die Zahl der SMS-Nachrichten seit 2010 kontinuierlich sinkt, stieg OTT-IP-Messaging von zehn Trillionen Nachrichten im Jahr 2010 auf über 35 Trillionen im Jahr 2016 – und wird voraussichtlich noch weiter auf 45 Trillionen Nachrichten bis 2018 steigen. Darüber hinaus zeigt eine Studie von Statista in Deutschland, dass 52 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 62 Prozent der 14- bis 29-Jährigen bevorzugt Video-Inhalte über den Laptop konsumieren. Und 27 Prozent der 14- bis 29-Jährige sowie 19 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sehen Videos am liebsten auf ihrem Smartphone.

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1. OTT - Chance oder Bedrohung?
2. Drittanbieter im Aufwind
3. Keine Angst vorm Scheitern
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