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Verbraucher-Studien

Nicht ohne mein Smartphone

17. Oktober 2018, 10:58 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Berufliche Nutzung

Interessant sind auch die Erkenntnisse der Deloitte-Studie zur beruflichen Nutzung: Demnach werfen gerade einmal 13 Prozent  der Befragten auch nach Feierabend öfter mal einen „Arbeitsblick“ auf ihr beruflich genutztes Gerät, 49 Prozent tun dies niemals. Die restlichen 38 Prozent würden auf ihrem Smartphone „manchmal“ nach beruflich relevantem Content schauen, wobei auch hier – deckungsgleich zur privaten Nutzung – ein etwas höherer Anteil bei jüngeren Verbrauchern zu beobachten ist. Bemerkenswert: Wenn das Smartphone beruflich genutzt wird, dann für die Kommunikation und für die Pflege des eigenen Kalenders. Anspruchsvollere Business-Anwendungen wie umfangreiche Dateneingaben beziehungsweise mobiles Editieren von Dokumenten seien hingegen – trotz immer größerer Smartphone-Displays – nicht sehr verbreitet. „Das Smartphone ist längst unverzichtbar. Dennoch versuchen 46 Prozent der Befragten eigenen Angaben zufolge bereits, die Verwendung ihres Smartphones einzuschränken, oder sie haben dies vor. Ganz offensichtlich lässt sich der Smartphone-Konsum nicht ins Unermessliche steigern. Konsumenten werden künftig stärker jene Dienste und Inhalte annehmen, die Ihnen einen besonderen Mehr- oder Unterhaltungswert versprechen“, erklärt Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte.

Mobilgeräte verändern den Arbeitsalltag
Zu etwas anderen Erkenntnissen gelangt eine aktuelle Samsung-Studie, die sich allerdings nicht nur auf Smartphones beschränkt, sondern mobile Devices generell in den Fokus rückt. Demnach würden die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen und das Arbeiten flexibler werden. Die Umfrage unter 5.000 Europäern greift auf, wie mobile Technologien unseren Arbeitsalltag beeinflussen und gegebenenfalls Arbeitsmodelle abseits des klassischen Büros schaffen. Demnach würden mobile Technologien nicht nur das Arbeits- und Freizeitverhalten der Europäer verändern, sondern kontinuierlich auch herkömmliche Standards aufbrechen, die bislang in Büros galten – sei es in Bezug auf Arbeitszeiten, -orte oder -gewohnheiten.

Wie unterschiedlich beispielsweise der Beginn der Arbeitszeit im Ländervergleich ausfällt, zeigen die Ergebnisse der Studie: Deutschland ist demnach das Land der Frühaufsteher; 21 Prozent der Befragten starten ihren Arbeitstag bereits zwischen 6 und 7 Uhr am Morgen. Dies ist ein deutlicher Vorsprung gegenüber den 36 Prozent der europäischen Arbeitnehmer, die ihren Arbeitstag erst zwischen 8 und 9 Uhr beginnen. Spanier und Italiener zählen dabei zu den Spätaufstehern. Sie beginnen ihre Arbeit zwischen 9 und 10 Uhr am Morgen, sind dann aber auch am Ende des Tages die Letzten, die das Büro verlassen. Die Flexibilität mobiler Technologien ermöglicht es, auch außerhalb der Büroumgebung an ganz unterschiedlichen Orten effizient zu sein. Arbeiten auf dem Weg zur Arbeit ist in der Schweiz am beliebtesten, wo im Schnitt 1,9 Stunden pro Woche mit dem Abrufen von E-Mails sowie Telefongesprächen auf dem Arbeitsweg verbracht werden.

Unterschiedliche Perspektiven auf Produktivität
Während mobile Arbeitsmodelle bereits adaptiert werden, differieren die Meinungen zur Effizienz und Effektivität der unterschiedlichen Arbeitsstile noch. Während fast 60 Prozent der europäischen Befragten angeben, dass mobiles Arbeiten Mitarbeiter produktiver macht, sagen dennoch über 70 Prozent, dass sie an einem festen Arbeitsort beziehungsweise Büro am produktivsten sind. Franzosen, Schweizer und Briten sind die größten Anhänger des mobilen Arbeitens – hier stimmen rund 68 Prozent der Befragten nicht mit der Aussage überein, dass ein physischer Arbeitsplatz benötigt wird, um produktiv zu arbeiten.

Sascha Lekic, Samsung Electronics
© Samsung

Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication (IM) B2B bei Samsung Electronics

Spätestens seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung müssen Unternehmen wissen, wie sie die Daten ihrer Mitarbeiter schützen können. Zusätzlich müssen Unternehmensdaten abgesichert sein. Egal wie, wo und wann gearbeitet wird.

Sascha Lekic von Samsung: “Mobile Technologien haben die Art und Weise wie wir – innerhalb und außerhalb des Büros – arbeiten, verändert. Die Arbeitswelt der starren Systeme hat sich in eine Welt der fließenden Übergänge verwandelt. Von den Arbeitszeiten bis zum Design unserer Büros sehen wir kontinuierliche Veränderungen, die durch mobile Endgeräte beeinflusst werden. Damit verschwimmen auch unsere traditionellen Vorstellungen, wann, wo und wie wir arbeiten immer stärker.”

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