Von Cybersicherheit bis Kubernetes

Neun Prognosen, neun Köpfe

23. Dezember 2021, 8:00 Uhr | Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Managed Security Services auf dem Vormarsch

Andreas Riepen, Vectra
Andreas Riepen ist Head of Central & Eastern Europe (CEE) bei Vectra. Das Unternehmen ist auf AI-Cybersicherheit spezialisiert.
© Vectra

Fortschritte gegen Ransomware, Fokus auf interne Ressourcen
Es wird immer häufiger vorkommen, dass Ransomware-Banden das Handwerk gelegt wird. Eine verstärkte formale Aufsicht über die Informationssicherheit wird kommen. Gründe dafür sind die Häufigkeit von Ransomware-Angriffen und die beklagenswerte mangelnde Vorbereitung vieler öffentlicher Einrichtungen auf diese Bedrohung. Ebenso ist von einem relativen Rückgang der Ransomware-Folgen im Vergleich zu den Folgen von Datenverlusten/-exfiltrationen zu erwarten, da von Menschen betriebene Ransomware erkannt und gestoppt wird, bevor sie sich ausbreitet.

Während der Umfang von Managed Security Services weiter zunehmen wird, wird eine nicht unbedeutende Untergruppe von Unternehmen dem Mangel an Fachkräften mit Automatisierung, Orchestrierung und analytischer KI begegnen. Diese Unternehmen werden erkennen, dass die Auslagerung des Geschäftskontexts außerordentlich schwierig sein kann. Stattdessen wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass einige gut aufgestellte und unterstützte interne Ressourcen effektiver sein können als eine Armee externer Ressourcen.

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Roland Rosenau, Rubrik
Roland Rosenau ist SE Manager EMEA Central and West beim Cloud-Datenverwaltungsunternehmen Rubrik.
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Ransomware-Resilienz
Es sieht ganz danach aus, als stünden die Chancen für diejenigen, die ihre Unternehmen im Jahr 2022 schützen wollen, schlecht, denn externe Angriffskampagnen und interne Unzulänglichkeiten haben das Potenzial, viele Unternehmen in den Ruin zu treiben. Die Ransomware-Bedrohung wird bleiben, da hybride Arbeitspraktiken fortbestehen und Unternehmen auf Netzwerkfreigabetechniken zurückgreifen müssen. Dadurch wird jedes angeschlossene Gerät in diesen Netzwerken, ob es nun von Unternehmen oder von Privatpersonen stammt, zu einem potenziellen Einfallstor für Malware, die sich schnell über das Netzwerk auf kritische Infrastrukturen ausbreiten kann.

Herkömmliche Datensicherungen werden bei einem Ransomware-Angriff vermehrt unwirksam sein, wenn es um die Wiederherstellung von Daten geht, die verschlüsselt, gelöscht oder in irgendeiner Weise manipuliert wurden. Die Antwort auf Ransomware-Resilienz ist keine präventive Lösung, sondern eine, die als Verteidigungslinie für den Fall des Falles dient. Es handelt sich um eine moderne Datensicherungsplattform, die über herkömmliche oder neu gebrandete Produkte hinausgeht. Eine solche Plattform dient dazu, sicherzustellen, dass die Daten isoliert, unveränderlich und vor allem immun gegen Ransomware sind.

Jan van der Marsel, Atera
Jan van der Mare arbeitet als Senior Vice President MSP Success bei Atera. Das Unternehmen bietet eine SaaS-All-in-One-Plattform für MSPs und IT-Profis.
© Atera

Mehr Automation
Kombinierte RMM-, PSA- und Remote-Access-Lösungen werden die Art und Weise, wie Unternehmen ihre IT verwalten und MSPs ihr Geschäft betreiben, in 2022 weiterhin verändern. In die RMM-Plattform eingebundene PSA-Funktionen liefern technische Warnungen und Geräteinformationen, um Prozesse zu rationalisieren und den Support zu unterstützen. Flexible Optionen für den Fernzugriff sind in der heutigen standortunabhängigen hybriden Arbeitsweise unverzichtbar.

Entscheidend für zeitgemäßes IT-Management ist eine umfassende Rundumsicht auf die zu verwaltende Umgebung und die richtige Mischung aus Überwachung und Automatisierung von Services. Geringer Integrationsaufwand soll die Realisierung einer maßgeschneiderten Lösung erleichtern, indem sich vorhandene Tools nutzen und noch fehlende Funktionen auf einfache Weise ergänzen lassen. Eine moderne RMM-Plattform mit nützlichen PSA-Funktionen und vielfältigen Integrationsmöglichkeiten für Drittanbieter-Tools wird diesen Erwartungen durchaus gerecht. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels in der IT ist eine Zukunft ohne mehr Automation nicht denkbar. 


  1. Neun Prognosen, neun Köpfe
  2. Sich Zeit nehmen, um den Stand zu bewerten
  3. Managed Security Services auf dem Vormarsch

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