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Studie

Mobile Health - zwischen Begeisterung und Skepsis

19. Dezember 2016, 16:05 Uhr   |  Claudia Rayling | Kommentar(e)

Mobile Health - zwischen Begeisterung und Skepsis
© fotolia_Kim Schneider

Fitnesstracker, Wearables und Co. erfreuen sich größter Beliebtheit, wie eine aktuelle Studie von Ketchum USA erst kürzlich wieder zeigte. Dieselbe Untersuchung legte aber auch einmal mehr die Skepsis der meisten Mobile-Health-Nutzer gegenüber den technischen Produkten offen.

Fast jeder dritte Deutsche nutzt täglich Fitnesstracker oder Wearables, um sein Laufpensum, den Kalorienverbrauch oder auch seinen Cholesterinspiegel digital zu messen. In den USA verwenden sogar rund die Hälfte aller Smartphone-Nutzer eine mHealth-App, die den Gesundheitszustand oder Fitness- und Bewegungsdaten misst. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Ketchum USA, Netzwerkpartner von Ketchum Pleon Deutschland. Die Untersuchung zeigte allerdings auch, dass die Skepsis der meisten mHealth-Nutzer gegenüber den technischen Produkten groß ist.

Des Weiteren gab knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) an, sich durch die Anwendung von Gesundheits- und Fitness-Apps schlecht zu fühlen; 21 Prozent hörten sogar auf, die App zu nutzen. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) – altersübergreifend – haben das Gefühl, dass sie noch mehr darüber lernen  müssen, wie sie gesundheitlich von mHealth profitieren können. Künstliche Intelligenz wird, der Studie zufolge, von 32 Prozent genutzt, um Gesundheitsinformationen zu recherchieren, aber nur von 18 Prozent, um sich tatsächlich Rat zu holen.

“Innovative mHealth-Anwendungen haben das Potenzial, im Gesundheitswesen viel zu bewegen”, sagt Dr. Stephanie Altemöller, als Business Director bei Ketchum Pleon in Düsseldorf verantwortlich für Technologiekunden. “Allerdings weren sie nur erfolgreich sein, wenn Anbieter die Sorgen und Fragen der Nutzer ernst nehmen und gute Antworten darauf geben können.”

Die Erkenntnisse der Ketchum-Studie sind auch im deutschen Markt zu finden: Auch wenn viele Smartphone-Besitzer eine Wearable-Technologie nutzen, herrscht hierzulande noch große Unsicherheit und Skepsis gegenüber mHealth-und eHealth-Angeboten. Insbesondere beim Thema Datenschutz zeigen sich die Verbraucher besonders kritisch: 39 Prozent sahen die Verwendung der Daten durch Dritte als Problem, 32 Prozent der Befragten befürchteten falsche Messwerte, 31 Prozent falsche Gesundheitsratschläge und 28 Prozent der Befragten sahen keine Probleme.

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