Barrierefreies App Development

Mobil drauf statt Hürdenlauf

25. August 2017, 14:10 Uhr | | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Checkliste: Barrierefreie App-Entwicklung

Von Anfang an Barrierefreiheit thematisieren
Bereits zu Beginn eines App-Projektes sollte eine bewusste Entscheidung getroffen werden, wie tiefgehend die Barrierefreiheit erforderlich ist und berücksichtigt werden soll. Bereits vom ersten Layout an sollte barrierefrei entwickelt werden.

OS-spezifische Vorteile kennen und nutzen
Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche Werkzeuge eine Plattform zur Verfügung stellt, um effizient planen und entwickeln zu können.

Benutzerführung an individuelle Beeinträchtigungen anpassen
Behalten Sie stets im Blick, welche Informationen Sie dem Nutzer zur Verfügung stellen müssen, um ihm einen möglichst übersichtlichen Weg durch die App zu bereiten. Hier ist zum Beispiel auch wichtig, in welcher Reihenfolge Elemente vorgelesen und auswählbar gemacht werden. Hat der Nutzer alle Informationen erhalten, welche er zu seiner Entscheidung benötigt? Weiß der Nutzer, wo er sich innerhalb der App befindet und welche Möglichkeiten ihm zur Verfügung stehen?

Mögliche Veränderungen durch Werkzeuge der Barrierefreiheit bedenken
Einem durch Behinderungen eingeschränkten Nutzer stehen andere Werkzeuge zur Verfügung als einem Standardnutzer. Diese Tools können dazu führen, dass OS-Callbacks sich anders verhalten oder versteckte Schaltflächen sichtbar werden. Diese Abweichungen gilt es zu prüfen und zu berücksichtigen.

Beeinträchtigte Nutzer als Tester
Kein noch so ausgeklügelter Testaufbau schafft es, die Sicht eines beeinträchtigten Nutzers zu simulieren. Deshalb nehmen Sie einen Tester aus der jeweiligen Zielgruppe hinzu. Die Perspektive dieser Nutzer ist im Testing unbezahlbar, um die Qualität der Implementierung zu gewährleisten.

Ressourcen effizient bündeln
Es wird immer Features geben, welche extrem schwer oder gar unmöglich in einer barrierefreien Variante umzusetzen sind. Statt sich dabei festzufahren, zögern Sie nicht, diese Features zu vereinfachen oder sogar komplett für einige  Nutzer wegzulassen. Konzentrieren Sie sich lieber darauf, auch beeinträchtigten Nutzern eine durchgehend hochqualitative Software zu präsentieren.

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  1. Mobil drauf statt Hürdenlauf
  2. Entwicklung und Herausforderungen
  3. Unterschiede bei den Betriebssystemen
  4. Checkliste: Barrierefreie App-Entwicklung

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