Gastkommentar von Seven Principles

Maximaler Gewinn ohne Einsatz?

1. September 2014, 8:39 Uhr | Dr. Kai Höhmann, Vorstand und CSO bei Seven Principles | Kommentar(e)
Dr. Kai Höhmann, Vorstand und CSO bei Seven Principles
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"Mehr Strategie wagen" – so titelt die kürzlich erschienene Lünendonk-Trendstudie "Mobile Enterprise Review". Der Titel fasst nicht nur die Ergebnisse zusammen, er ist auch die passende Handlungsanweisung für die meisten Unternehmen. Noch immer reicht bei der Umsetzung von Mobility-Strategien die Sicht nicht weiter als bis zur Absicherung und Verwaltung von Daten und Geräten.

Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk befragte für die von Seven Principles inhaltlich begleiteten Studie insgesamt 91 Vertreter von Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern. 56 Prozent der Unternehmen konnten bereits eine Mobile-Enterprise-Strategie vorweisen. Dies bedeutet aber nicht, dass sich 44 Prozent der Unternehmen gar nicht mit mobilen Prozessen und Mitarbeitern auseinander setzen. Sie haben jedoch, wenn überhaupt, nur Einzellösungen im Einsatz und verfolgen keinen strategischen Ansatz.

So zirkulieren laut der Befragung in Unternehmen ohne eine Mobile-Enterprise-Strategie aufgrund fehlender Regelungen sehr viel häufiger externe Apps, die Schadsoftware enthalten können. Zudem setzt nur rund die Hälfte der Unternehmen (ohne Strategie) eine Mobile-Device-Management-Lösung ein. Mobile-Content-Management betrieb nicht einmal ein Drittel der Unternehmen. Im Gegensatz dazu hatte bereits die Hälfte der Unternehmen mit entsprechender Strategie eine Lösung im Einsatz. Der Technologie-Vorsprung der Firmen mit einer Mobile-Enterprise-Strategie zieht sich durch alle Bereiche.

Große Erwartungen, geringer Einsatz
Interessant sind zudem die Ergebnisse hinsichtlich der Erwartungen an Enterprise-Mobility (EM) und dem Willen, wirklich umfassend in bestehende Prozesse einzugreifen. So erwartet mehr als die Hälfte der Befragten durch EM mehr Erfolg für das Unternehmen. Bemerkenswert: Die Non-IT-Manager sehen mehr Business-Potenzial als die IT-Verantwortlichen. Diese Einsicht geht allerdings nicht mit tatsächlich geplanten Veränderungen in der IT einher. Von den Unternehmen, die bereits eine Mobile-Strategie haben, planen etwa 39 Prozent keine Veränderungen, bei den anderen Unternehmen trifft dies sogar auf mehr als die Hälfte zu.

Der Wunsch, sich beim den Mitbewerbern entscheidende Vorteile zu verschaffen, kann allerdings nicht damit realisiert werden, seine Mitarbeiter mit Smartphone inklusive E-Mail-Client auszustatten und dann bessere Ergebnisse zu erwarten. Erfolgreich wird eine Mobile-Enterprise-Strategie erst, wenn Prozesse grundlegend neu evaluiert werden und sich das Unternehmen vollständig auf die neue Art der Informationsverarbeitung und Zusammenarbeit einstellt.

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