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Wireless-Technologien

Innovationsmotor für das Internet der Dinge

18. Oktober 2016, 16:18 Uhr   |  Prof. Dr.-Ing. A. Sikora | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Mehr Allianzen und mehr Ökosysteme

Geradezu ein Megatrend ist die Rolle von Allianzen und Unternehmensverbünden. Es gibt praktisch keinen neuen Ansatz und keine neue Technik mehr, die nur von einem Unternehmen getrieben wird. Kommunikationstechnik setzt immer einen Empfänger voraus, der den Sender auch versteht. Folglich ist die Bedeutung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit in der Komunikationstechnik besonders hoch. Interessant sind vor allem zwei Entwicklungen, die sich erst in der letzten Zeit verstärkt haben.

  • Zunehmend gründen selbst die Unternehmen, die ursprünglich allein eine neue Technik entwickelt haben, Allianzen. In dieser sind dann Partner entlang der Wertschöpfungskette vereint, das heißt vom Halbleiterhersteller über Anbieter von Software, Modulen und fertigen Systemen bis hin zu Betreibern und Anwendern.
  • Der Organisationsgrad dieser Allianzen spreizt immer weiter auf. Dominierten in den vergangenen Jahren vor allem sehr streng organisierte Allianzen mit Standardisierungsgremien und Zertifizierungsprogrammen, ist nun ein Trend hin zu einer mehrstufigen Beutegemeinschaft zu beobachten. Sie werden in Anlehnung an die Biologie als Ökosysteme bezeichnet und sind formal nicht mehr so streng organisiert.
Allianzen

Wie auch im vergangenen Jahr werden auf dem Elektronik Wireless Congress alle wichtigen Allianzen und Unternehmensvereinigungen vertreten sein, um über die neuesten Entwicklungen zu berichten:

  • Bluetooth Special Interest Group,
  • EnOcean Alliance,
  • IP500 Alliance,
  • KNX Association,
  • LoRa Alliance,
  • Thread Group,
  • ULE Alliance,
  • Weightless Special Interest Group,
  • ZigBee Alliance,
  • Z-Wave Alliance
  • und natürlich die Aktivisten rund um 6Lo/6LoWPAN.

Von den meisten Allianzen werden auch Führungspersonen – welchen Titel sie auch immer auf ihrer Visitenkarte führen – auf dem Elektronik Wireless Congress in München anwesend sein.

Narrowband-Long-Range-­Funkverfahren

Ein besonderer Trend hat sich rund um die neuen Long-Range-Techniken entwickelt. Es ist erstmals möglich, mit sowohl hochintegrierten und somit kostengünstigen als auch energiesparenden Schaltkreisen eine Leistungsübertragungsbilanz (Link Budget) von 130 dB bis 140 dB zu erreichen, um damit Reichweiten von mehreren Kilometern oder unter idealen Bedingungen sogar mehreren zehn Kilometern zu erreichen. Diese Techniken haben das Potenzial, komplett neue Märkte zu entwickeln und noch mehr Dinge ins Internet einzubinden.

Auf dem Wireless Congress werden sich mehrere Sessions mit diesen Entwicklungen, die meistens in den lizenzfreien Frequenzbändern betrieben werden, auseinandersetzen.

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1. Innovationsmotor für das Internet der Dinge
2. Mehr Allianzen und mehr Ökosysteme
3. Mobilfunk: 4G/5G für M2M
4. Datenmodelle, Semantik und ­Netzwerkmanagement

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