Trotz US-Sanktionen

Huawei wird überleben

29. Oktober 2021, 12:29 Uhr | Autor: Ralf Higgelke, elektroniknet.de | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Big Data und KI als Rettungsanker

Nachdem Huawei sein Smartphone-Geschäft abgestoßen hatte, begann es, in zwei wichtige Bereiche zu investieren: die Digitale Transformation und den Automobilsektor. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Digitalisierungsmaßnahmen in China und der starken Förderung durch die chinesische Regierung wird der Konzern in diesem Bereich expandieren können. Dies lässt sich an der Tatsache ablesen, dass der Umsatz im Enterprise-Bereich im ersten Halbjahr 2021 um 18 Prozent höher ist als im Vorjahreszeitraum.

Darüber hinaus investiert der Konzern derzeit stark in die Software-Entwicklung, was bisher nicht im Vordergrund stand. Technologien wie Big-Data-Analyse und Künstliche Intelligenz, die die Zukunft der Telekommunikation und der damit verbundenen Anwendungen bestimmen dürften, haben nun einen hohen Stellenwert in der Konzernforschung.

Autonome Fahrzeuge werden eine 5G-Verbindung benötigen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, und Chinas Markt für autonome Fahrzeuge ist riesig. Huawei hat angekündigt, umgerechnet 3,8 Milliarden Euro (28,3 Milliarden RMB) in Technologien für autonomes Fahren und Elektroautos zu investieren. Zudem hat das Unternehmen bereits begonnen, bei mehreren Projekten mit lokalen Automobilherstellern zusammenzuarbeiten.

Wird Huawei also überleben? Das Unternehmen ist zwar in einer schwierigen Situation, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich der Konzern geschlagen gibt. Angesichts der enormen Größe des chinesischen Binnenmarktes, der Rolle des Unternehmens bei der boomenden Einführung der 5G-Infrastruktur, der großen Technologieinvestitionen in wichtige Zukunftstrends und der finanziellen und politischen Unterstützung durch die chinesische Regierung stehen die Chancen für Huawei nicht schlecht, das Ruder herumzureißen zu können.

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