Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Hochleistungsrechner Cara in Betrieb genommen

6. Februar 2020, 16:06 Uhr | Autorin: Simona Block, dpa / Redaktion: Stephanie Jarnig | Kommentar(e)
Hochleistunsrechner
© Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung, TU Dresden

Gute Nachrichten für die Software-, Luft- und Raumfahrtindustrie: An der TU Dresden wurde der bisher leistungsstärkste Supercomputer in diesem Bereich in Betrieb genommen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am Mittwoch seinen neuen Hochleistungsrechner Cara an der TU Dresden offiziell in Betrieb genommen. Mit fast 150.000 Recheneinheiten sei er einer der leistungsstärksten Supercomputer für diesen Bereich, sagte DLR-Vorstand Luftfahrt, Rolf Henke, bei der Einweihung. Damit würden die Kompetenzen des neuen DLR-Instituts für Softwaremethoden zur Produkt-Visualisierung und zugleich der Wissenschaftsstandort Dresden bei Methodenentwicklung, Nutzung sowie dem effizienten Betrieb von Hochleistungsrechnern gestärkt.

CARA soll die Einführung neuer Technologien für wirtschaftlicheres, umweltfreundlicheres und sichereres Fliegen beschleunigen. Künftig können damit Flugzeuge virtuell entwickelt, in allen Komponenten getestet und für den Flug zugelassen werden - in dieser Dimension bisher einmalig in Deutschland, wie eine DLR-Sprecherin erklärte. Cara könne zudem auch in Raumfahrt und Verkehrsforschung etwa im Bereich Raumtransporter oder Züge der nächsten Generation genutzt werden.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) erhofft sich neue Impulse für Technologietransfer und Wertschöpfung in Sachsen. “Sowohl die Software-Industrie als auch die Luft- und Raumfahrtindustrie werden davon profitieren.” Das DLR investierte 20,7 Millionen Euro in Dresden, der Freistaat beteiligte sich nach Ministeriumsangaben mit 8,3 Millionen Euro daran. Dresden ist neben Göttingen einer der Schwerpunkte des DLR für Hochleistungsrechner. Das Dresdner Institut wurde 2017 gegründet, aktuell arbeiten 33 Wissenschaftler dort.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, TU Dresden

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