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Software-Verteilung im Homeoffice

Heimarbeit: Gekommen, um zu bleiben

09. Dezember 2020, 10:00 Uhr   |  Autorin: Diana Künstler / Redaktion: Alexandra Hose | Kommentar(e)

Heimarbeit: Gekommen, um zu bleiben
© Adaptiva

Torsten Wiedemeyer, Regional Director DACH & Central Europe bei Adaptiva

Die Digitalisierung schwappte bereits im Frühjahr bis in die Homeoffices, jetzt steht erneut ein Digitalisierungs-Push mit all seinen Konsequenzen bevor. Es gibt Lösungen, die diese Herausforderungen meistern. Ein Interview mit Torsten Wiedemeyer, Regional Director DACH & Central Europe Adaptiva.

funkschau: Herr Wiedemeyer, bitte geben Sie uns einen kurzen Abriss zu Adaptiva. Wo liegen die Wurzeln des Unternehmens? Mit welchem  Lösungsportfolio werden welche Zielgruppen angesprochen?

Torsten Wiedemeyer: Adaptiva wurde 2003 gegründet und hatte von Anfang an das Ziel, Administratoren bei der Verteilung von Software zu entlasten. Damit waren wir der Zeit weit voraus: Heute müssen Unternehmen oft eine fünfstellige Zahl von Endgeräten aktuell halten, darunter viele Mobilgeräte und Rechner an Heimarbeitsplätzen. Ohne ein leistungsstarkes Endpoint-Management wie etwa Adaptiva OneSite Cloud ist das nicht zu schaffen. Dank P2P-Architektur entlastet unsere Lösung die Netzwerkinfrastruktur und kommt auch ohne umfangreiche Server-Systeme aus. Seit etwa einem Jahr nutzen wir diese flexible und ressourcenschonende Technik auch in unserem Schwachstellen-Management Evolve VM, um große Unternehmen beim Prüfen ihrer Endgeräte auf Softwarelecks sowie beim Verteilen von Updates zu unterstützen.

funkschau: Nicht jedes Unternehmen ist bereit für die Digitalisierung, doch in der Corona-Krise musste schnell gehandelt werden. Was glauben Sie, welche Konsequenzen dieser „aufoktroyierte Digitalisierungs-Push“ noch für die Unternehmen hierzulande haben wird?

Wiedemeyer: Viele Unternehmen sind erst spät auf den Digitalisierungszug aufgesprungen oder haben das Thema ganz vernachlässigt. In der Corona-Krise mussten sie kurzfristig und teilweise übereilt Heimarbeitsplätze schaffen und stehen damit nun vor komplett neuen Herausforderungen. Sie müssen ihren Mitarbeitern eine Arbeitsumgebung schaffen, in der sie produktiv sein können – aktuelle Sicherheitsanforderungen wurden dabei sehr oft vernachlässigt. Wenn Unternehmen jetzt provisorisch eingeführte Lösungen verstetigen oder erweitern, damit sie dauerhaft den Arbeitsbedürfnissen ihrer Mitarbeiter entsprechen, müssen sie unbedingt auch die Absicherung der Endgeräte im Homeoffice angehen.

funkschau: Wo sehen Sie bei den kurzfristigen Übergangslösungen die größten Herausforderungen, sowohl für große Unternehmen als auch für KMU, mit Blick auf Sicherheit, Performance, Patch Management?

Wiedemeyer: Homeoffice und Remote Work sind für viele Unternehmen neue Konzepte mit neuen Herausforderungen. Die Endgeräte befinden sich plötzlich nicht mehr gut geschützt hinter der Firewall, und Verwaltungs- und Steuersoftware haben nur begrenzt Zugriff darauf. Damit wird das Verteilen von Updates und vor allem von größeren Softwarepaketen komplizierter – an einen Roll-out von Windows 10 wäre zum Beispiel gar nicht zu denken. Unternehmen müssen sich daher Gedanken machen, wie sie einen Zugriff auf ihre Endgeräte sicherstellen, auch wenn diese sich außerhalb des Unternehmensnetzwerks befinden.

funkschau: Welchen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang die zugrundeliegende Netzwerkinfrastruktur eines Unternehmens?

Wiedemeyer: Viele Unternehmen haben ein hervorragendes internes Netzwerk, in dem gängige Security-Lösungen eingesetzt werden. Greifen Mitarbeiter aber von außen über ein VPN auf dieses Netzwerk zu, kommen die Sicherheitslösungen nur noch eingeschränkt zum Zuge. So wird beispielsweise der Zugriff auf Endgeräte erschwert oder es gibt Bandbreitenprobleme auf Seiten des Mitarbeiters im Homeoffice. Eine Lösung für die Softwareverteilung muss mit solch unterschiedlichen Gegebenheiten zurechtkommen, ohne dass die IT-Abteilung jedes Mal manuell eingreifen muss.

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