Schwerpunkte

Handy-TV mit DVB-SH

15. Februar 2008, 00:00 Uhr   |  funkschau sammeluser | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Repeater und Endgeräte

Aus den gezeigten ökonomischen Gründen könnte DVB-SH zum primären Träger des Handyfernsehens werden. Da Repeater einfache und quasi wartungsfreie Geräte sind, könnten sie als preiswerte „Home-Repeater“- Anwendung finden. Das könnte da sein, wo das Signal nicht hinreichend stark ankommt, oder auf dem Lande, wo die Antennen- Infrastruktur lückenhaft ist oder erst später errichtet wird. Diese Home-Repeater würden mit Außenantenne oder in Fensternähe das Satellitensignal für die Inhouse- Versorgung aufpäppeln. Die Außenansichten der sich auf diese Weise selbst versorgenden Häuser wären weit weniger betroffen als durch die üblichen Antennenschüsseln. Solche Repeater sind nicht größer als ein DSL-Modem – einschließlich Antenne.

Zu den Endgeräten ist zu sagen, dass einige der Handyhersteller bereits einen Dual-Band Standard mit DVB-H (UHF) und DVB-SH (S-Band) für ihre Produkte geplant haben. Für manche Anwendungen sind Bedienfunktionen notwendig, die über die vorhandenen Mobilnetze wirken. Beispiele sind Bezahlvorgänge mit Schlüsselübergabe für Bezahlfernsehangebote oder Auswahl von Kaufangeboten im kommerziellen Fernsehen. Diese Funktionen sind das Ergebnis des Zusammenwirkens von Browser auf dem Handy mit der netzseitigen Dienstplattform. Hiermit sind für den Kunden verdeckte Optimierungs-Entscheidungen möglich, die einen Dienst mal als Multicast via DVB liefern, oder ein anderes Mal als ganz individuellen Inhalt (für einen einzigen Kunden) über die ureigenen Mobilfunk- Kanäle als Unicast. Die Abstimmung zwischen handy- und netzseitigen Plattformen kann somit je nach Anwendung und vorhandenen Netz-Ressourcen fallweise und benutzerfreundlich zu einem Multicast- oder Unicast-Modus führen.

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1. Handy-TV mit DVB-SH
2. Anforderungen aus Kundensicht
3. Unterschied DVB-SH zu DVB-H
4. DVB kennt nur Empfangsrichtung
5. Repeater und Endgeräte
6. Fazit
7. WO STEHEN REGULIERUNG UND INDUSTRIE?

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