Schwerpunkte

Handy-TV mit DVB-SH

15. Februar 2008, 00:00 Uhr   |  funkschau sammeluser | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

DVB kennt nur Empfangsrichtung

Die DVB-Anwendung im Endgerät kennt keine Senderichtung. Deshalb braucht das Endgerät mit seiner kleinen Sendeleistung nicht die DVB-Antenne zu erreichen. Das muss für UMTS- oder GSM-Anwendungen jedoch möglich sein. Deshalb sind die UMTS-Antennen etwa doppelt bis dreimal so dicht wie bei DVB-SH notwendig. Das heißt, dass nur etwa jeder zweite oder dritte Antennenstandort für DVB-SH gebraucht wird, um eine gute Verbreitung der Inhalte zu erreichen. Hier zeigen sich Möglichkeiten für Wettbewerbsmodelle für die terrestrischen DVB-SH-Distributoren. Die symbiotischen Vorteile basieren auf der einheitlichen Festlegung für UMTS und dessen Frequenzen in ganz Europa. Die Entscheidung für DVB-SH ist somit auch förderlich für die Verbreitung von UMTS in Ländern, wo diese Entscheidung noch nicht getroffen wurde.

Die Antenneninfrastruktur lässt sich bereits nutzen, bevor der Satellit in seinem Orbit positioniert wird. Zunächst würden die DVB-SH-Signale per Leitung oder Richtfunk zu den ausgewählten Antennenstandorten transportiert. Die Repeater oder Füllsender nehmen die Signale auf und senden sie in den Frequenzen, die später nicht im Deutschland-Beam des Satelliten vorkommen, zu den Anwendern in die Fläche. Repeater empfangen ein Signal und senden es nach Verstärkung wieder aus. Die zellenartig verwendeten Satelliten-Beams enthalten drei nicht überlappende Frequenzbänder, aus denen jeweils zwei unterschiedliche für zwei benachbarte Länder benutzt werden. Die Nutzung der ausländischen Satelliten-Beam-Frequenzen für die rein terrestrische Verteilung hier in Deutschland, ermöglicht die Verdreifachung der TV-Kapazität in Deutschland. Entsprechend werden unsere europäischen Nachbarn mit den Deutschland- Beam-Frequenzen verfahren. Diese Frequenzen lassen sich weiter in dieser Weise nutzen, auch wenn der Satellit seine Arbeit aufgenommen hat – die Vernetzung muss nicht geändert werden. Bei uns kommt nur noch das Frequenzband des Deutschland-Beams auf die Repeater zu, die dieses ebenfalls verstärken und verteilen.

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1. Handy-TV mit DVB-SH
2. Anforderungen aus Kundensicht
3. Unterschied DVB-SH zu DVB-H
4. DVB kennt nur Empfangsrichtung
5. Repeater und Endgeräte
6. Fazit
7. WO STEHEN REGULIERUNG UND INDUSTRIE?

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