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Business-App-Development

Gewinnen mit Business-Apps

01. September 2014, 11:16 Uhr   |  Peter Nowak, IT-Architekt der H&D International Group, Microsoft MVP und Nokia Developer Champion | Kommentar(e)

Gewinnen mit Business-Apps
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Clever designte Apps dienen im Business-Umfeld als mobile Prozessbeschleuniger und -optimierer. Dabei sind nur individuell zugeschnittene Anwendungen wirklich sinnvoll. Denn wer eine App ohne Rücksicht auf die unternehmensspezifische IT-Landschaft entwickelt und implementiert, riskiert ihren Erfolg. In acht Schritten auf dem Weg zur eigenen Business-App...

1. Was soll die App leisten?
Die Devise lautet: Je einfacher, desto besser. Das bloße Abbilden aller Funktionen einer Anwendung taugt im mobilen Kontext nicht per se als Prozessbeschleuniger. Apps bestechen durch ihre Leichtigkeit, indem sie Prozesse radikal entschlacken, oder sich von vornherein nur auf Teilprozesse beziehen. Zu viele Anforderungen und Möglichkeiten überfrachten sie und machen sie letztlich unhandlich. Empfehlenswert sind daher mehrere kontextbezogene Apps, wie sie beispielsweise SAP anbietet. Wollen Firmen individualisierte Business-Apps für sich nutzen, müssen sie sich im Vorfeld konkret klar machen: Was soll sie überhaupt leisten? Welche Prozesse eigenen sich überhaupt für mobile Anwendungen, welche sind im Vorfeld zu redesignen und wo besteht Optimierungspotenzial?

2. Strategie für Mobile-Device- Management
Business-Apps sind nur bei einem ganzheitlichen Mobile-Device-Management (MDM) sinnvoll. Unternehmen sollten daher frühzeitig klären, welche Strategie sie verfolgen wollen.

Existiert im Betrieb bereits ein effektives Mobile-Device-Management mit Richtlinien zu Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Sicherheit? Nutzen Mitarbeiter private Endgeräte nach dem BYOD-Konzept? Oder stellt das Unternehmen Geräte über COPE bereit? COPE (Corporate-Owned-Personally-Enabled) oder auch CYOD (Choose-Your-Own-Device) beschreibt die Bereitstellung von mobilen Endgeräten für Mitarbeiter mit häufig erlaubter privater Nutzung. BYOD (Bring-Your-Own-Device) hingegen bezeichnet die berufliche Nutzung von privaten Endgeräten. Jedes dieser Konzepte erfordert angepasste Maßnahmen für den Umgang mit Daten oder Zugangsberechtigungen. Bei CYOD haben Unternehmen einen entscheidenden Vorteil: Sie grenzen die Vielfalt der Geräte ein und vereinfachen dadurch den administrativen Verwaltungsprozess. Zudem behalten sie die volle Kontrolle über den unternehmensspezifischen Bereich der Geräte, so dass Compliance- und Sicherheitsthemen wesentlich besser zu managen sind. Die nötige Privatsphäre gewährleistet die strikte Trennung von privaten und beruflichen Daten. Bei BYOD müssen Unternehmen verstärkt über unternehmensinterne Sicherheitsanweisungen und Security-Richtlinien arbeiten, um zumindest ein Minimum an (Rechts-)Sicherheit zu erreichen. Im Gegensatz zu CYOD ist bei BYOD in jedem Fall nur eine Teilkontrolle der Geräte realisierbar. Homogene Administrationsanforderungen sind nur schwer zu verwirklichen.

Auch Überlegungen zur Verteilung der App im Unternehmen – beispielswiese über einen Enterprise-Store – gehören zu einem ausgereiften MDM-Konzept als Teil einer ganzheitlichen EMM-Strategie (Enterprise-Mobility-Management). Sie umfasst sämtliche Aspekte zu Verwaltung und Einsatz von mobilen Endgeräten sowie  zugehörige Daten, Applikationen  und Services im Unternehmen.

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1. Gewinnen mit Business-Apps
2. Analyse der Infrastruktur & Sicherheitsanforderungen prüfen
3. Konzeption der App
4. Enticklung, Implementierung, Testing & Betrieb
5. Expertenkommentar MPC: Business-App um jeden Preis?
6. Expertenkommentar H&D: Enterprise-Background der Entwickler absolut notwendig

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