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Absichtserklärung der Mobilfunkbetreiber

Gemeinsam gegen "weiße Flecken"

12. November 2019, 10:24 Uhr   |  Autor: Andreas Hoenig (Berlin), dpa / Redaktion: Diana Künstler

Gemeinsam gegen
© Vodafone

Vodafone kooperiert mit Telefónica Deutschland und Deutsche Telekom beim Netzausbau.

Die Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone planen ihre Kräfte zu bündeln, um Funklöcher schnellstmöglich zu schließen. Die Unternehmen wollen bis zu 6.000 neue Mobilfunkstandorte koordiniert aufbauen und nutzen.

Die Mobilfunkbetreiber unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung. Ziel sei eine “bestmögliche mobile Breitbandversorgung” für die Kunden in ganz Deutschland, insbesondere auf dem Land und entlang der Verkehrswege auf Straßen, Schienen und Flüssen. Deren Versorgung war den Betreibern im Zuge der 5G-Frequenzauktion auferlegt worden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bezeichnete die geplante Kooperation als richtigen Schritt, um Funklöcher in Deutschland zu schließen. Davon würden insbesondere ländliche Regionen profitieren. “Damit wird verlässliches Telefonieren und Surfen endlich auf Autobahnen oder in Zügen möglich.”

Die angestrebte Zusammenarbeit soll den Betreibern zufolge dazu dienen, auf “wirtschaftlich tragbarem Weg” weitgehend Funklöcher in wenig besiedelten Regionen und entlang von Verkehrswegen zu schließen. Mit einem gemeinsamen Aufbau zusätzlicher Funkmasten und –türme sowie deren technischer Versorgung und Nutzung sollen “signifikant” Zeit und Kosten gespart werden.

Netzbetreiber hatten im Sommer insgesamt rund 6,5 Milliarden Euro für die Frequenzen für den superschnellen neuen Mobilfunkstandard 5G bezahlt. Sie hatten danach kritisiert, es stehe nun zu wenig Geld für den Ausbau zur Verfügung. Bereits vor der Auktion hatten die Betreiber zudem gegen Auflagen geklagt

die laufenden Klagen sollen aufrechterhalten werden, hieß es am 11. November.

Geteilte Infrastruktur
Geplant ist, dass die Firmen eine gleiche Anzahl neuer Standorte errichten, die dann von den Kooperationspartnern nach Bedarf zu gleichen Bedingungen genutzt und mit eigenen Antennen und Netztechnologie ausgerüstet werden können. Spätestens im Frühjahr 2020 sollen laut Erklärung die weiteren Details der Kooperation vertraglich festgelegt werden.

Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner nannte die Zusammenarbeit einen “Meilenstein” für den Netzausbau in Deutschland: “Infrastruktur zu teilen ist für uns nicht neu, in diesem Umfang aber ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung.” Der Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas, wird mit den Worten zitiert: “Gemeinsam werden wir Deutschland bei der Digitalisierung einen bedeutenden Schritt voranbringen.” Der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, sagte, von der Allianz sollten hunderttausende profitieren.

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