Nach einem Jahr Pandemie

Ein Personalmanagement, der Realität angepasst

8. Juli 2021, 12:17 Uhr | Autorin: Kim Coombs / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
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Obwohl die Maßnahmen in Bezug auf die Homeoffice-Pflicht nun gelockert wurden, ist es unwahrscheinlich, dass das Mitarbeitermanagement wieder auf den Stand vor der Pandemie zurückkehrt. In Zukunft werden Personalverantwortliche ihre Strategien der neuen Arbeitsrealität anpassen müssen.

Personalabteilungen spielten in Unternehmen im Umgang mit der Covid-19-Pandemie sowohl für Mitarbeiter als auch für die Unternehmensführung eine zentrale Rolle. Sie standen vor bisher nie dagewesenen Herausforderungen im Personalmanagement. Von der Umstellung ganzer Belegschaften auf das Arbeiten über Remote-Zugang, Freistellungen und Regulierungen von Personalkapazitäten bis hin zur Sicherstellung des Wohlbefindens der Mitarbeiter auf virtueller Basis. Diese Schwierigkeiten haben die Arbeitsweise von Personalabteilungen nachhaltig geprägt. Ersichtlich ist das vor allem an den Zahlen der geplanten Neueinstellungen für Remote-Arbeitsplätze nach der Pandemie. Laut einer aktuellen Studie von Riverbed erwarten Unternehmen eine 50-prozentige Zunahme an Neueinstellungen, die nach Covid per Fernzugriff arbeiten werden.

Obwohl die Maßnahmen in Bezug auf die Homeoffice-Pflicht nun gelockert wurden, ist es unwahrscheinlich, dass das Mitarbeitermanagement wieder auf den Stand vor der Pandemie zurückkehrt. In Zukunft werden Personalverantwortliche ihre Strategien der neuen Arbeitsrealität entsprechend anpassen und weiterentwickeln müssen. So können Personalmanagement-Teams ihre Mitarbeiter unterstützen und anleiten, damit sie engagiert, produktiv und motiviert bleiben, um den Geschäftserfolg voranzutreiben. Auch über ein Jahr nach dem ersten Lockdown befindet sich der HR-Bereich weiterhin im Wandel. Es lassen sich jedoch bereits klare Trends abzeichnen, die Personalverantwortliche in Zukunft leiten werden.

Stärkerer Fokus auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter

Das Wohlbefinden der Mitarbeiter nimmt für Personalverantwortliche eine hohe Priorität ein. Laut einer aktuellen Umfrage von Deloitte gaben 80 Prozent der Führungskräfte an, dass das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter die höchste Priorität zur Sicherstellung von Leistung und den Erfolg ihres Unternehmens darstellt. Das ist angesichts der unvorhersehbaren und unsicheren Situation in den letzten Monaten nicht überraschend. Quasi über Nacht mussten Mitarbeiter ihre Arbeitsgewohnheiten auf den Kopf stellen, den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Vollzeitjob meistern und sich den wirtschaftlichen Unsicherheiten stellen. Stress hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern. Wenn man bedenkt, dass ein vermindertes Leistungsniveau den Gesamterfolg des Unternehmens beeinträchtigen kann, ist es unerlässlich, dass Unternehmen das Wohlbefinden der Mitarbeiter in den Vordergrund stellen.

Personalabteilungen müssen die Bedeutung zusätzlicher Mitarbeitervorteile erkennen, sowohl im Homeoffice als auch bei der Rückkehr ins Büro. Unternehmen können hier Angebote einführen, die die eigenen Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensbereichen unterstützen. Darunter fällt das Sicherstellen der psychischen Fitness, das finanzielle Wohlbefinden und eine vertrauliche Beratungsmöglichkeit. Als Teil dieser fortlaufenden Förderung des Arbeitnehmerwohls ist die Kommunikation und Transparenz der Führungskräfte entscheidend. Angesichts der vielen Unsicherheiten, die noch immer bestehen, brauchen Mitarbeiter regelmäßige und transparentere Informationen. Mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen dazu beitragen Stress zu mindern, indem sie den Mitarbeitern Unterstützung anbieten.


  1. Ein Personalmanagement, der Realität angepasst
  2. Fokus auf Vielfalt und Integration

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