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Digital Workplace

Digitalisierung als Treiber der Open Economy

22. Mai 2018, 11:02 Uhr   |  Autor: Sascha Lekic / Redaktion: Axel Pomper | Kommentar(e)

Digitalisierung als Treiber der Open Economy
© fs-1123rf

Wir befinden uns an der Schwelle zu einem digitalen Zeitalter. Diese Ära ist gekennzeichnet durch neue Vorstellungen von Flexibilität, Individualität und Mobilität. Dieser Wandel bringt weitreichende Konsequenzen für bestehende Arbeitsroutinen mit sich: Der Digital Workplace nimmt Gestalt an.

Dank der Leistungsfähigkeit mobiler Technologien sind Mitarbeiter agiler und kollaborativer als je zuvor und treiben den Wandel hin zur Open Economy. Wesentliche Merkmale der aktuell entstehenden Open Economy sind die zunehmende Anzahl freier Mitarbeiter in Unternehmen sowie die stärkere Einbettung der Start-up-Kultur. Bereits mehr als die Hälfte der 500 größten börsennotierten Unternehmen weltweit arbeiten schon mit Start-ups zusammen, um die Vorteile ihrer Mentalität auch für sich nutzen zu können. Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität – von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Speziell mobile Anwendungen, die ortsunabhängiges, produktives Arbeiten ermöglichen, tragen entscheidend dazu bei, dass sich die Arbeitswelt radikal verändert. Mit der Erkenntnis, dass bis 2020 fast die Hälfte der Arbeitnehmer ortsunabhängig arbeiten und in kleinen Unternehmen die Anzahl sogar auf 70 Prozent ansteigen wird, rücken  mobile Lösungen in das Zentrum der Arbeitswelt von morgen.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Doch welche Rolle nimmt der Mensch in dieser technologiegetriebenen Entwicklung zukünftig ein? Die wachsende Bedeutung der Technologie in analytischen, planerischen und repetitiven Prozessen lässt menschliche Urteilskraft und kreatives Denken zu zentralen Merkmalen bei der Suche nach neuen Talenten werden. Damit wird der Mensch mehr denn je zum zentralen Dreh- und Angelpunkt in dieser neuen Arbeitswelt. Berufe, die Ideenreichtum und Vorstellungskraft erfordern, sind in Zukunft sowohl bei Angestellten als auch bei Arbeitgebern verstärkt gefragt. Dabei wird die Digitalisierung in Form der Automatisierung viele Routinejobs in Büros und Fabriken ersetzen, aber gleichzeitig neue wissensbasierte Dienstleistungsberufe schaffen, die viele Berufsbilder grundlegend wandeln. Vor allem

Spezialisten für Künstliche Intelligenz (KI), gefolgt von Fachleuten für 3D-Druck, digitale Finanzdienste, Virtual Reality und Robotics sind zukünftig gefragt.

Traditionelle, hierarchisch organsierte Managementstrukturen und -strategien werden von der heranwachsenden „Digital Workforce“ mit wachsender Skepsis gesehen oder gar vollständig abgelehnt. Führungsstile, die sich über feste Prozesse, starre Zielvorgaben und Kontrolle definieren, sollten Unternehmen daher durch neue dezentralere Organisations- und Team-strukturen ersetzen, die einzelnen Mitarbeitern größere Freiräume geben. Damit muss jedoch auch ein Sinneswandel in den Köpfen der Führungskräfte einhergehen, indem sie weniger Angst vor Kontrollverlust haben, wenn ihre Mitarbeiter beispielsweise nicht mehr jeden Tag an ihrem Büroarbeitsplatz sitzen, sondern vermehrt auch im Homeoffice arbeiten. Dennoch gibt es viele Vorurteile bei diesem Thema: Wer von Zuhause arbeitet, liegt auf der faulen Haut – so ein gängiges Klischee. Eine Studie, die der Softwarehersteller Tiny Pulse in Auftrag gegeben hat, fand jedoch heraus, dass 91 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice sogar produktiver arbeiten können als im Büro.

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1. Digitalisierung als Treiber der Open Economy
2. Strategische Bedeutung des Personalwesens erkennen

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