funkschau Serie Digitalpioniere

Digitalisierung als Chance, Menschen direkter anzusprechen

29. November 2021, 7:18 Uhr | Redaktion: Lukas Steiglechner und Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Von Travellern und Settlern

Maximilian Thumfart, Metr
Maximilian Thumfart ist CTO von Metr. Das 2016 gegründete Unternehmen bietet NutzerInnen eine digitale Plattform für die technische Gebäudeausrüstung. Mit eigenen Lösungen und auch Lösungen von Drittanbietern sollen Wohnungs- und Facility-Managament-Unternehmen damit in der Lage versetzt werden, ihre Bestandsgebäude zu digitalisieren.
© Metr

Wie profitiert Ihre Belegschaft davon?

Thumfahrt: Wir sind von Anfang an ein sehr digitales Unternehmen gewesen, mit einem diversen, internationalen Team. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Digitalisierung bei uns weiter beschleunigt: Wir arbeiten seitdem komplett remote und damit nahezu vollständig digital. Gerade der Sales-Prozess wurde in den letzten 1,5 Jahren komplett digitalisiert, aber auch im HR und Accounting setzen wir auf die Cloud. Im Tech-Team hat der Wandel hin zum asynchronen Arbeiten zu einer verbesserten Dokumentation geführt. EntwicklerInnen können durch Tools wie Github dort weitermachen, wo KollegInnen aufgehört haben. Wir profitieren von einem höheren Wissenstransfer und von schnelleren und besseren Ergebnissen.

Nguyen: Seit März 2020 arbeitet der Großteil unserer KollegInnen remote; digitale Kommunikations- und Kollaborationstools ermöglichen die Zusammenarbeit. Bereits vor der Pandemie waren nahezu alle Prozesse bei Flaconi digitalisiert. Intranet, Self-Service-Optionen und FAQs in Confluence sowie ein Ticketsystem tragen zu autonomem, agilem Arbeiten bei. Informationen stehen zentral und unternehmensweit zur Verfügung. Neue Kommunikationskanäle verhindern Silo-Denken und erleichtern crossfunktionale Zusammenarbeit. Wir sind überzeugt, dass hybride Arbeitsmodelle unsere künftige Arbeitskultur bestimmen werden. Mit der schrittweisen Rückkehr ins Headquarter rollen wir daher unser New-Work-Modell „Traveller und Settler“ aus.

Bönig: Ein großer Vorteil ist, dass die MitarbeiterInnen durch Digitalisierung entlastet werden können. Denn sie bietet die Chance, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen, und hat Potenzial für mehr Effizienz der internen Prozesse. Außerdem entstehen durch die Digitalisierung neue höherwertige Arbeitsplätze, wenn intelligente Technologie künftig Routineaufgaben übernimmt. Ein Beispiel für vereinfachte Abläufe ist die Einführung der E-Akte bis 2025. Das stadtweit nutzbare flexible System für die elektronische Aktenführung ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie.


  1. Digitalisierung als Chance, Menschen direkter anzusprechen
  2. Von Travellern und Settlern
  3. Digitalisierung nicht zum Selbstzweck

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

funkschau

Anbieterkompass