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Die Digitalstrategie als Unterstützungsstrategie

15. Juli 2020, 11:31 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)

Die Digitalstrategie als Unterstützungsstrategie
© Andrea De Martin-123rf

Wie halten Sie‘s mit der Digitalisierung? funkschau hat drei Digitalverantwortlichen aus unterschiedlichen Branchen die Gretchenfrage unserer modernen Zeit gestellt.

Was erhoffen Sie sich, mit Digitalisierung in ihrem Betrieb/Ihrer Institution zu bewirken?

Florian Pinger, Auteon
© Auteon

Florain Pinger ist Gründer und Geschäftsführer von Auteon. Das Münchener Start-up dient als Vergleichsplattform für den Kfz-Ersatzteilemarkt. Zusammen mitanderen Unternehmen wurde die Initiative „LokalKonsum“ ins Leben gerufen.

Florian Pinger: Für uns ist die Digitalisierung nicht nur ein Werkzeug, sie ist die Grundlage unseres Geschäftsmodells. Unser Ziel ist es Transparenz zu schaffen in einem bislang unzureichend digitalisierten Markt. Wir möchten es unseren Kunden – primär freien Werkstätten – ermöglichen Preise, Verfügbarkeiten und Spezifikationen von Ersatzteilen in wenigen Sekunden über den gesamten Markt hinweg zu vergleichen. Damit aggregieren und harmonisieren wir bereits vorhandene Daten in einer einfach zugänglichen Lösung. Neben diesem Kernprodukt erweitern wir unsere Lösung laufend um auch immer um weitere Herausforderungen im Rahmen der Digitalisierung unserer Kunden. Dieser Anspruch definiert natürlich den Digitalisierungsgrad unseres eigenen Unternehmens.

Inga Schmidt: Aus Knowledge-Management-Sicht ist es mein Ziel, den Kollegen 24/7 Zugang zu Informationen bzw. Wissen zu ermöglichen. Dies funktioniert in Kombination der folgenden vier Bausteine: Bestmögliche Zusammenarbeit innerhalb von Teams und innerhalb eines Unternehmens. Die intuitive Ablage von wissensintensiven Dokumenten und entsprechende Auffindbarkeit (Pull und Push). Und zuletzt eine Informationstransparenz und die Identifikation von Experten. Die Technologie im Hintergrund übernimmt diesen wichtigen Part und spart somit nicht nur die Zeit jedes Einzelnen, sondern erkennt Trends und identifiziert gleichzeitig Wissenslücken.

Frank Siemen: Für die katholische Kirche gibt es zwei wesentliche Aspekte, die eng verzahnt sind und die gerade in der aktuellen Corona-Krise sichtbar werden. Erstens müssen wir als Kirche die Menschen erreichen. Auch digitale Wege zur Kontaktaufnahme sowie zur Bereitstellung von Informationen und Diensten sind Zeichen von Nähe und Zugewandtheit. Der Mensch und die Gemeinschaft im Glauben stehen dabei im Mittelpunkt. Wir erleben aktuell, wie wertvoll das sein kann. Der zweite Aspekt ist das Thema Ressourcenschonung. Durch (digitale) Vernetzung können Prozesse der kirchlichen Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen effizient gestaltet werden. Kostenintensive Systeme und Fachwissen können gemeinsam genutzt werden.

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1. Die Digitalstrategie als Unterstützungsstrategie
2. Den "Information Overload" auflösen
3. Eine gesunde Mischung aus Erfahrung und Kreativität
4. Der Mensch im Mittelpunkt

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