Harte Einschnitte durch Sanktionen

Deutsche Wirtschaft leidet unter Ukraine-Krieg

4. März 2022, 11:16 Uhr | dpa/Redaktion: Lars Bube | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Produktionsbänder stehen still

In Deutschland führen die Kriegshandlungen Russlands zu Produktionsstopps in Autofabriken etwa von BMW und VW. Der Grund: die Produktion in Zulieferbetrieben in der Ukraine ist ausgefallen, deswegen fehlen Kabelbäume.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet außerdem mit einer Knappheit und einem Preisanstieg bei Rohmaterialien. Dies betreffe vor allem die Rohstoffe Neongas, Palladium und Nickel. Bei Neongas sei die Ukraine einer wichtigsten Lieferanten. „Wir erwarten Auswirkungen auf die europäische Halbleiterproduktion, da Chips bereits jetzt Mangelware sind“, so der VDA. Zum anderen könnte Palladium aus Russland für Katalysatoren fehlen. Ein wichtiger Rohstoff zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien sei Nickel, Russland ein wichtiges Förderland für Nickelerz: „Damit ist dieser Rohstoff unersetzbar für den Hochlauf der Elektromobilität.“

Der Lufthansa-Konzern stimmte seine Kunden am Donnerstag auf steigende Ticketpreise ein. Wichtige Treiber seien der Ölpreis sowie steigende Gebühren an Flughäfen und bei den Flugsicherungen, sagte Finanzvorstand Remco Steenbergen in Frankfurt. Man rechne aber damit, dass Konkurrenten stärker getroffen würden als die Lufthansa.


  1. Deutsche Wirtschaft leidet unter Ukraine-Krieg
  2. Lieferketten gestört
  3. Produktionsbänder stehen still

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