IoT-API-Projekte

Daten offen bereitstellen

22. April 2022, 7:00 Uhr | Autor: Markus Pentzek / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
API, Software
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Das Internet der Dinge lebt als Treiber neuer Geschäftsmodelle von der verteilten Informationsverarbeitung und Integration in Anwendungen und in die IT-Infrastruktur. Offene Plattformen für Kommunikationsschnittstellen tragen dazu bei, ein Zusammenspiel von Akteuren und Applikationen zu ermöglichen.

Das Internet der Dinge liefert Informationen, schafft die Möglichkeit, bestehende Prozesse zu verbessern und die Basis für verschiedenste neue Geschäftsmodelle. Für diese müssen Unternehmen und Organisationen aber die von den Sensoren gesammelten Daten allen Beteiligten bereitstellen und sie flexibel, schnell und sicher in Anwendungen integrieren können. Das ist über Application Programming Interfaces (APIs) im Rahmen entsprechender offener Management-Plattformen möglich.

IoT-Sensoren nehmen an ihren Einsatzorten eine Vielzahl von Informationen auf. Die hohe Verfügbarkeit von Daten schafft neue Möglichkeiten, um Prozesse effizienter zu gestalten, Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich einen Marktvorteil zu verschaffen. Die Wettbewerbsdynamik trägt wiederum dazu bei, dass der Druck zu Innovation, Flexibilität und Agilität für Unternehmen steigt. Die Gründe sind aber vielfältig. Für den Einstieg etwa in Industrial-Internet-of-Things-Projekte haben Unternehmen oder Organisationen verschiedene Motive. Laut der IDC-Studie „Industrial IoT in Deutschland 2021“ vom November 2020 ist mit 53 Prozent das interne Optimieren von Produktivität und Kosten der am häufigsten genannte Grund. 47 Prozent der befragten Unternehmensverantwortlichen versprechen sich zudem, besser und schneller entscheiden zu können. Haupttreiber Nummer drei sind laut IDC mit jeweils 45 Prozent Sicherheit (Arbeitsschutz, Gebäudesicherheit, Informationssicherheit) sowie die Absicht, die Position im Wettbewerb zu verbessern – sei es, um sich stärker von der Konkurrenz zu unterscheiden oder auch neue Zielgruppen anzusprechen. 43 Prozent wollen darüber hinaus wissen, wie Kunden ihre Produkte und Services nutzen, um das Kundenerlebnis somit zu verbessern. 39 Prozent erhoffen sich allgemein mehr Innovation sowie Co-Innovation und eine kürzere Time-to-Market für neue Dienste.

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IoT-Integration durch APIs

API-Plattform mit integrierten Sensordaten
Wie eine API-Plattform Sensordaten integrieren kann, zeigt sich an einem Beispiel aus der Pflege: Eine intelligente Medikamentendose bestätigt beim Öffnen auf Knopfdruck die Entnahme einer Pille durch den Patienten über ein Smartphone. Diese Informationen erhalten – das Okay aller Beteiligten vorausgesetzt – sowohl die Pfleger, der Gesundheitsdienstleister als auch die Familienangehörigen. Dies kann über eine Push-Nachricht auf ein Smartphone, über eine Nachricht an die Apotheke, welche dann die nächsten Pillen bestellt, oder auch über einen Sprachassistenten wie Amazon Alexa erfolgen. Eine prädiktive Analyse ermittelt im Szenario vorausschauend den Medikamentenbedarf.
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Die Möglichkeiten, neue, auf IoT-Daten beruhende Prozesse aufzusetzen, sind vielfältig. Entscheidend ist aber in jedem Fall, dass die Daten zuverlässig, sicher und korrekt end-to-end zu den Anwendungen und Nutzern im Unternehmen gelangen. Für eine schnelle Integration von Sensordaten in weitere Verarbeitungsprozesse nutzt man API-Schnittstellen, die jeweils die von Sensoren generierten Daten in die relevanten Anwendungen einspeisen und sie in die organisatorische Abläufe von Geschäftsprozessen einbinden (ein Beispiel anbei).

Um über IoT-basierte Applikationen aber Mehrwerte zu schaffen, braucht es wiederum IT-Infrastrukturen, die die Anbindung der vor Ort erhobenen Daten an alle Anwendungen für Unternehmen effizient und sicher ermöglichen. Die notwendige Kommunikation kann eine API-Plattform übernehmen. Sie stellt die Mikroservices und Dienste für die Datenverwaltung bereit. Entsprechende offene Plattformen bieten den Anwendern die APIs als standardisierte Schnittstellen in einem offenen Katalog an, um verschiedene Systeme und Applikationen und darüber hinaus die erforderlichen Personenkreise wie beispielsweise andere Abteilungen oder auch externe Partner wie Zulieferer zu integrieren. Die Plattform soll den Dreh- und Angelpunkt für das Zusammenspiel aller Dienste, Applikationen und Akteure bilden.

Aber nicht für jede Aufgabe ist in Unternehmen die Zeit vorhanden, um eine eigene API zu entwickeln. Oft ist das aber nicht notwendig. Denn hybride Integrationsplattformen (HIP) und offene API-Plattformen mit Microservices können berechtigten Nutzern einen Pool an Schnittstellen zur Verfügung stellen, die sich wie ein Produkt beurteilen, erwerben und frei wiederverwenden lassen. Dafür sind alle APIs in einem Katalog sichtbar. Und potenzielle Nutzer können den jeweiligen Dienst gemeinsam weiterentwickeln oder auch externen Partnern oder Zulieferern einen überwachten und abgesicherten Zugang zur Plattform gewähren.


  1. Daten offen bereitstellen
  2. IoT-Umgebungen sind oftmals groß und komplex

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