Tipps für sichere Nutzung von Apps

Das Misstrauen ist groß

5. Mai 2017, 11:14 Uhr | Autor: Ralf Sydekum / Redaktion: Axel Pomper | Kommentar(e)
Misstrauischer Mann
© Roman Iegoshyn - 123RF

Mehr als vier von fünf Deutschen nutzen Apps. Doch sie wissen nicht, was mit den dort eingegebenen Informationen geschieht. Wie sieht der Normalbürger diese Situation und was sollte er konkret tun?

Eine aktuelle Studie von F5 Networks hat ermittelt, dass 84 Prozent der Deutschen Apps verwenden. Aber viele Nutzer sind misstrauisch gegenüber den praktischen Anwendungen. Einerseits wissen sie nicht, wie die Anbieter die dort eingegebenen Daten weiterverwenden und für welche Zwecke sie diese einsetzen. Andererseits fürchten sie, Apps könnten ein Ziel für Cyberkriminelle werden.

Am stärksten von dieser Unsicherheit betroffen ist Facebook. 55 Prozent sind vorsichtig bei der Nutzung dieses Dienstes, 65 Prozent fürchten die Gefahr durch Hacker. Aber auch WhatsApp, Amazon, eBay, Gmail, Skype, Instagram oder Twitter erhalten von den deutschen Kunden keinen Freifahrtschein.

Die persönliche Sicht

Die ermittelten Zahlen geben zwar einen ersten Eindruck von den Zweifeln gegenüber den beliebtesten Apps, doch wie sehen einzelne Nutzer die Situation? Erkennen sie nur eine allgemeine, abstrakte Gefahr oder fühlen sie sich persönlich davon betroffen? Auch dies zeigt die erwähnte Studie.

Zum Beispiel sagt ein Befragter, der als Manager in einem Versicherungsunternehmen arbeitet: „Einige meiner Freunde sind Opfer von Hackerangriffen geworden. Ihr Passwort wurde gestohlen. Ich kann sagen, dass ich Angst davor habe, dass mir das passiert. Wenn jemand das Konto hackt, beispielsweise auf Twitter, dann weiß er alles über diese Person. Er kann buchstäblich ein Leben ruinieren und finanziellen Schaden zufügen.“

Aber nicht nur die Angst vor Hackern und Cyberkriminellen gilt durchaus auch für den persönlichen Bereich. Die mögliche Nutzung persönlicher Daten für unbekannte Zwecke durch den Anbieter selbst erkennen die Befragten ebenfalls als privates Problem.

So erklärt ein weiterer Teilnehmer, der in einer Restaurantküche arbeitet: „Wenn ich anfange darüber nachzudenken, dass diese Apps auf meine Informationen zugreifen, dann stört mich das schon ein wenig – beispielsweise, wenn sie auf meine privaten Fotos zugreifen können. Bei der Verwendung von Google-Play-Apps ist mir aufgefallen, dass sie offenbar Zugang zu allen meinen Informationen, wie meine Kontakte und Nachrichten, haben. Manchmal passiert es, dass ich es durchlese und mich dann entschließe, eine bestimmte App nicht herunterzuladen, weil es offensichtlich zu viele Rechtsklauseln umfasst.“

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass

  1. Das Misstrauen ist groß
  2. Forderungen an Nutzer und Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

F5 Networks GmbH

Anbieterkompass