IT-Trends 2021

Das Jahr der Nutzerbedürfnisse

10. Dezember 2020, 15:21 Uhr | Lukas Steiglechner | Kommentar(e)
Veränderung
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Software-Hersteller werden sich in den kommenden zwölf Monaten verstärkt darauf konzentrieren, die Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen. Sage, Anbieter für IT-Systeme, hat fünf Trends identifiziert, die im Jahr 2021 die Unternehmens-IT maßgeblich beeinflussen werden.

Für das Jahr 2021 hat der Anbieter für IT-Systeme Sage fünf Trends bei Software-Herstellern festgestellt. Zu diesen gehören unter anderem die Integration von Künstlicher Intelligenz in Cloud-Software und auch der Wandel von Produkten zu Services. Diese Trends reagieren, auch angestoßen von der Corona-Pandemie, auf neue Standards darin, Business-Software flexibel zu nutzen. Oliver Heinrich, Vice President Product Engineering Central Europe bei Sage, kommentiert: "Generell geht der Trend auch bei den Software-Architekturen selbst verstärkt in Richtung Individualisierbarkeit, Service-Orientierung und Nutzererlebnisse auf B2C-Niveau. Technologisch helfen in diesem Zusammenhang erweiterte Analysefähigkeiten der Anwendungen – unter anderem auch durch die Integration von KI-basierten Funktionalitäten."

KI in Cloud-Software integrieren
Kundenanforderungen können sich schnell ändern und müssen agil begegnet werden. Indem Unternehmen KI-basierte Technologien verstärkt integrieren, können sie besser reagieren und handeln. Sie werten so nämlich ihre Datenanalyse- und Prognose-Tools auf. So lässt sich künftig leichter vorhersagen, wie sich der Markt entwickeln wird.

Human Resource Analytics
Durch die Digitale Transformation müssen Unternehmen auch weiterhin agil auf sich verändernde Marktanforderungen reagieren. Hierbei müssen Unternehmen darüber informiert sein, ob ihr Betrieb über passendes Know-how für digitale Services verfügt. Dies kann datenbasiert beantwortet werden. Dafür müssen Unternehmen einen Überblick über High- und Low-Performer haben, um auch zu wissen, wo Fortbildungen sinnvoll sind. So ist bekannt, welche Fähigkeiten bestimmte Mitarbeiter haben und was alles in-house möglich ist.

Cloud-Software individualisieren
Anwender wollen zunehmend, dass Software auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Gleichzeitig wird die Cloud immer weiter standardisiert. Deshalb werden cloudbasierte Lösungen immer mehr konfigurierbar, um ein dynamisches System zu schaffen. So lassen sich Applikation für den individuellen Anwendungsfall erstellen.

Mehr Services statt Produkte
Die Nachfrage nach breit angelegten Architekturen, von denen letztlich nur ein Bruchteil wirklich genutzt wird, sinkt. Stattdessen setzen Nutzer mehr auf kleinere Services. Diese Micro-Services müssen allerdings gut miteinander vernetzt sein. Der Trend geht hier in Richtung einer dezentralen Verteilung auf mehrere Rechenzentren im Sinne einer Distributed Cloud. Das soll vor allem auch eine geringe Latenz und bessere Redundanz ermöglichen.

B2B-Software nutzerfreundlich auf B2C-Niveau
Der Trend geht zu intuitiv nutzbaren Systemen. Informationen müssen auch für unerfahrene Nutzer bereitgestellt werden. So sollen Schulungs- und Probebedarf entfallen. Die neue Form der User Experience (UX) im B2B-Umfeld wird sich dabei stark an einer B2C-UX orientieren. Das soll nicht nur die Bindung des Anwenders zum Produkt, sondern auch die Kundentreue zum Hersteller erhöhen.

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