Schwerpunkte

funkschau Serie Digitalpioniere

Beschleunigungsschub für die Digitalisierung

12. April 2021, 13:00 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Beschleunigungsschub für die Digitalisierung
© ra2 studio / fotolia.com

Die Stadtverwaltung einer Smart City, ein Klinikum und ein Logistikunternehmen: Infrastrukturell wichtige Institutionen treiben die Digitalisierung weiter voran. Besonders während der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig es ist, systemrelevante Aspekte zu digitalisieren.

Inwiefern haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie Ihre Digitalisierungspläne beschleunigt oder möglicherweise auch verlangsamt?

Stadt Herrenberg, Caroline Küpfer
© MTH Productions

Caroline Küpfer ist Leiterin der Abteilung Organisation und Digitales bei der Stadt Herrenberg. Die Große Kreisstadt in der Mitte von Baden-Württemberg befindet sich auf dem Weg zur Smart City.

Caroline Küpfer: Die Corona-Pandemie hat bei uns dafür gesorgt, dass einige bereits eingeplante Maßnahmen unserer Digitalisierungsstrategie nach vorne verschoben wurden, um adäquat auf die aktuelle Situation reagieren zu können. Die Vorteile der Digitalisierungen sind bei der Stadt Herrenberg in dieser Situation noch greifbarer geworden als schon zuvor.

Norman Lüttgerding: Eine Beschleunigung erfuhren mobile Arbeit und Homeoffice. Eingefahrene Strukturen und Prozesse wurden in Frage gestellt oder hatten sich überlebt. Zum Beispiel wurden gewohnte Unterschriftswege überdacht, weil sie den digitalen Anforderungen nicht mehr genügten.

Gleichfalls durchlief unser Austausch und Informationsfluss einen Wandel, dank digitaler Konferenzen, Web-Meetings und Webportal. Was früher nur in Präsenzveranstaltungen ging, wurde kurzerhand zu Web-Session, eLearning und Web-Seminar. Organisatorische Themen wie Patienten- und Besuchersteuerung waren schon auf der Agenda und haben nun durch Covid-19 einen digitalen Pusch bekommen.

Als Preis mussten dafür andere Vorhaben zurückstecken.

Markus Sontheimer: Zunächst waren wir pünktlich zum globalen Ausbruch der Corona-Pandemie bereits bestens mit unseren Remote-IT-Arbeitsplätzen ausgestattet. Seit dem ersten Tag des ersten Lockdowns arbeiteten zwischenzeitlich bis zu 40.000 Mitarbeiter von zuhause aus.

Die Krise hat dem digitalen Wandel bei Schenker einen Sprung verschafft. Zuletzt haben alle Kollegen bestätigt, dass unternehmerischer Erfolg nicht vom Grad der Digitalisierung des Unternehmens zu entkoppeln ist. Trotz Krise wünschen sich viele Geschäftsfelder inzwischen mehr IT-Projekte und digitale Lösungen als jemals zuvor geplant. Dies ist eine ideale Basis dafür, den Mentalitätswandel im Unternehmen im Sinne der Digitalisierung voranzubringen.

Seite 1 von 3

1. Beschleunigungsschub für die Digitalisierung
2. Der Mensch steht im Mittelpunkt
3. Automatisierung, Vernetzung und Cloud

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

funkschau