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Bitkom-Umfrage

Ausgediente Elektrogeräte: Einlagern, verkaufen, spenden?

21. Januar 2021, 13:30 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Ausgediente Elektrogeräte: Einlagern, verkaufen, spenden?
© Klavdiia Prokusheva-123rf

Was machen Unternehmen mit funktionsfähigen, aber nicht mehr benötigten Elektrogeräten? Dieser Frage ging der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Befragung nach. Einlagern ist dabei eine, wenn auch nicht die sinnvollste Möglichkeit. Jedes vierte Unternehmen spendet dagegen solche Geräte.

Gerade zu Corona-Zeiten und dem vermehrten Umstieg auf neue Technologien mag es in etlichen Unternehmen zum Ausrangieren alter Elektrogeräte gekommen sein. Doch was tun mit nicht mehr verwendeten Smartphones, Monitoren, Computern und Konsorten?

35 Prozent der Befragten lagern solche Gerätschaften im Unternehmen ein, jedes zweite setzt auf eine fachgerechte Entsorgung. In manch einer Organisation können Mitarbeiter diese Geräte aber auch privat übernehmen. Das sind Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 750 Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeitern. “Es ist verständlich, dass Unternehmen die Geräte, die sie nicht mehr brauchen, für den Fall der Fälle aufbewahren”, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. “Dabei ist es im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft wichtig, dass auf Dauer ungenutzte Geräte möglichst bald wiederverwendet oder fachgerecht verwertet werden”, so Rohleder weiter.

Eine besondere Weiterverwendung nutzt indes jedes vierte Unternehmen in Deutschland (24 Prozent), indem es noch funktionsfähige, aber nicht mehr genutzte Elektrogeräte an wohltägige Organisationen spendet.

Profit aus den Gerätschaften machen hingegen lediglich elf Prozent der befragten Unternehmen: Sie verkaufen die nicht mehr benutzten Devices vergünstigt an die Belegschaft. Lediglich sieben Prozent der Unternehmen geben alte Elektrogeräte zum externen Verkauf.

Fachgerechte Entsorgung
Um einer fachgerechten Entsorgung gerecht zu werden, hat der Digitlaverband Bitkom einige Tipps zum Umfang mit Altgeräten in Unternehmen:

Sollen ausrangierte Elektrogeräte im B2B-Bereich wiederverwendet werden, empfiehlt sich eine fachgerechte Verwertung über einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb. Je nach Vereinbarung können Devices auch direkt dem Hersteller zurückgegeben werden. Wichtig sei laut Bitkom die Meldung der entsorgten Elektrogeräte an die Stiftung ear.

Btikom weist zudem darauf hin, dass Hersteller und Händler von Elektrogeräten verschiedenen Gesetzen zur Umsetzung der WEEE-Richtlinie (WEEE = Waste of Electrical and Electronic Equipment) verpflichtet sind. Damit werden auch die Rücknahme und Entsorgung der Elektroaltgeräte sowie deren Finanzierung geregelt. Der weee-full-service unterstützt Unternehmen bei diesen Verpflichtungen mit europaweiten Compliance-Lösungen für Elektrogeräte, Batterien und Verpackungen. 

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder oder Umwelt- beziehungsweise Nachhaltigkeitsbeauftragte von 753 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten in Deutschland von Mitte September bis Ende Oktober 2020 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Frage lautete: „Wie geht Ihr Unternehmen in der Regel mit noch funktionsfähigen Elektrogeräten um, die nicht mehr gebraucht werden?“

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