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Kampfansage an PC-Rivalen und Intel

Apple setzt auf eigenen Chip

21. April 2021, 07:29 Uhr   |  Quelle: dpa / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Apple setzt auf eigenen Chip
© Apple

Der iMac zeichnet sich durch ein schlankes, komplett neues Design aus. Er ist nur 11,5 Millimeter dick. Ermöglicht werde dies Apple zufolge durch den Umstieg von Intel-Prozessoren auf die hauseigenen M1-Chips.

Apple fordert PC-Rivalen und Intel mit seinem neuesten, dünnen Desktop-iMac heraus: Möglich macht das die jahrelange Entwicklung eigener Chips. Doch auch mit Tracker-Herstellern tritt der iPhone-Konzern nun in Konkurrenz.

Apple lässt die Muskeln spielen: Dank Chips aus eigener Entwicklung fordert der Konzern die PC-Konkurrenz mit einem innovativen Desktop-Computer heraus. Der am Dienstag vorgestellte neue iMac ist nur 11,5 Millimeter dick – dünner als viele Monitore ohne einen Computer im Inneren. Möglich macht das Apple zufolge der Umstieg von Intel-Prozessoren auf die hauseigenen M1-Chips. Dadurch könne man unter anderem drastisch Platz sparen: Statt eines voluminösen Kühlsystems seien lediglich zwei kleine Lüfter notwendig.

Mac Familiy mit M1, Frühling 2021
© Apple

Der neue iMac reiht sich in die unglaubliche Familie der Mac Modelle mit M1 ein, darunter das MacBook Air, das 13" MacBook Pro und der Mac mini.

Ein weiterer Vorteil des M1-Chips ist, dass er sich eine technische Plattform mit den iPhones teilt, was das Zusammenspiel von Apps erleichtert. Die Tastatur des Geräts bekommt erstmals einen Fingerabdruck-Scanner wie bei den Macbook-Notebooks. Das Display liegt mit 24 Zoll zwischen dem bisherigen kleineren und größeren Modell. Der Preis ab 1445 Euro ist vergleichbar damit, was Apple bisher für einen iMac haben wollte.

Der M1-Chip kommt auch in die neue Generation des Tablet-Computers iPad Pro. Das größere Modell mit einem 12,9-Zoll-Bildschirm erhält zudem ein deutlich verbessertes Display mit kontrastreicherer Darstellung. Das iPad hat sich für Apple mit dem Arbeiten und Lernen von zuhause aus in der Corona-Pandemie zu einem wichtigen Geldbringer entwickelt. Allein im vergangenen Weihnachtsquartal stieg der iPad-Umsatz im Jahresvergleich um gut 40 Prozent.

AirTag: Lokalisierung leicht gemacht

Apple AirTag
© Apple

AirTag ist ein kleines Zubehör, das mit einer kostenlosen Gravur personalisiert werden kann und ermöglicht es iPhone-NutzerInnen, ihre Wertsachen mit der "Wo ist?" App zu lokalisieren und im Auge zu behalten.

Apple stellte bei dem Event zudem die seit langem erwarteten AirTags vor – kleine Plättchen, die man an Gegenständen wie Schlüsseln anbringen kann, um diese schnell wiederzufinden. Apple konkurriert damit mit etablierten Anbietern der Technik wie die Firma Tile.

Die nötige Infrastruktur dafür hat Apple bereits mit einem hauseigenen Ortungsnetzwerk, das an die App "Wo ist?" angeschlossen ist. Dabei helfen die über die Welt verstreuten Apple-Geräte, die verlorenen Gegenstände in ihrer Nähe zu finden. Die Kommunikation dafür laufe verschlüsselt und anonym, betont Apple. "AirTag wurde entworfen, um Gegenstände zu verfolgen, nicht Menschen." Neuere iPhones mit einem Ultrawideband-Funkchip an Bord können die mit AirTags versehenen Gegenstände besonders präzise lokalisieren.

Über "Wo ist?" konnten bisher nur Apple-Geräte wie iPhones oder AirPods-Ohrhörer lokalisiert werden. Vor wenigen Tagen öffnete Apple das Netzwerk aber für andere Hersteller – darunter einen Anbieter von Elektro-Fahrrädern. Konkurrent Tile kritisierte schon den möglichen Einstieg von Apple in das Geschäft als unfairen Wettbewerb, weil der Konzern aufgrund des iPhones eine bevorzugte Position bekäme. Apple setzte den AirTag-Preis bei 35 Euro an – genauso viel kostet das teuerste Modell der Tracker von Tile. Auch Smartphone-Marktführer Samsung präsentierte jüngst seine ähnlichen Tracker.

Weitere Ankündigungen waren eine neue Version der Fernsehbox Apple TV mit besserer Bildqualität und einer neuen Fernbedienung – die alte wurde oft wegen eines Touch-Felds kritisiert, auf dem man sich leicht verklickte. Bei den Podcasts führt Apple zusätzlich ein Abo-Modell ein. Autoren können einzelne Episoden nur für zahlende Nutzer zugänglich machen. Abo-Kunden könnten Podcasts auch ohne Werbung hören. Apple baute in den vergangenen Jahren das Geschäft mit Abo-Diensten stark aus. Das wichtigste Produkt des

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