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Der Smartphone-Hersteller zieht nach

Apple macht das iPhone fit für 5G

14. Oktober 2020, 09:30 Uhr   |  Quelle: dpa / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Die Hoffnung: Schub für 5G hierzulande

Apple iPhone 12 Lockscreen
© Apple

iOS 14 soll ein neuartiges iPhone-Erlebnis bieten – mit anpassbaren Widgets für den Home-Bildschirm, App Clips, die später in diesem Jahr kommen, sowie neuen Updates von Karten und Nachrichten.

Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt. Zugleich steht Apple nicht in der vordersten Reihe der 5G-Unterstützer. Wettbewerber wie Samsung, Huawei, Motorola und OnePlus hatten teilweise vor mehr als einem Jahr 5G-Smartphones herausgebracht.

Bislang war das für die meisten Smartphone-Anwender nur wenig relevant, weil die Mobilfunkprovider in Deutschland vergleichsweise wenige 5G-Funkmasten in Betrieb genommen hatten. Der Ausbau der 5G-Netze hat aber im Sommer insbesondere bei der Deutschen Telekom und Vodafone Fahrt aufgenommen. Zuletzt nahm auch Telefónica Deutschland mit seinem O2-Netz erste 5G-Stationen in Betrieb. Nur der vierte 5G-Lizenznehmer in Deutschland, 1&1 Drillisch, wartet noch ab.

In der Telekommunikations-Branche gibt es die Hoffnung, dass der Einbau von 5G-Modems in die iPhone-Modellpalette einen Schub für die breitere Nutzung der Technologie durch Verbraucher geben könnte. Das in der Keynote genannte 5G-Spitzentempo von 3,5 Gigabit pro Sekunde wird in deutschen 5G-Netzwerken im Alltag aber wohl nicht erreicht werden. Experten rechnen eher mit Spitzengeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde im “Highband” (3,5 GHz) und der Hälfte im “Midband” (1,8 GHZ). Den Spezifikationen zufolge unterstützt das iPhone 12 auch das 700-MHz-Band, das von Vodafone vor allem in ländlichen Gegenden eingesetzt wird.

Der Corona-Effekt und Patent-Konflikte

Die neue Generation der Apple-Telefone war wegen der Corona-Krise nicht wie sonst üblich im September präsentiert worden. Im Frühjahr, als eigentlich eine enge Abstimmung mit den Zulieferbetrieben in China notwendig war, konnten die Apple-Ingenieure nicht nach China fliegen. Außerdem waren die Produktionsstätten von Foxconn und anderen Apple-Partnern wochenlang gesperrt.

Um das iPhone mit dem schnelleren 5G-Datenfunk ausstatten zu können, musste Apple rechtliche Hürden aus dem Weg räumen. Nach einem langen Patent-Konflikt mit dem Modem-Spezialisten Qualcomm konnte der iPhone-Hersteller eine außergerichtliche Einigung erzielen.

Apple HomePod Mini
© Apple

Der HomePod mini arbeitet mit Geräten von Apple zusammen, sodass Nutzer ihre Musik übergangslos übertragen oder automatisch personalisierte Hörempfehlungen auf ihrem iPhone anzeigen lassen können.

Strategische Anpassungen im Segment für vernetzte Lautsprecher

Zudem will Apple mit einem günstigeren Modell mehr Marktanteil im Geschäft mit vernetzten Lautsprechern gegen Rivalen wie Google und Amazon erobern. Der HomePod Mini soll in Deutschland 96,50 Euro kosten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag, dem 13. Oktober, ankündigte. Damit geht Apple auf das Preisniveau von Konkurrenzmodellen runter – während der erste HomePod mit rund 300 Euro bis zuletzt viel teurer war. Der HomePod Mini ist rund wie eine kleine Kugel. Es ist die Form, auf die jüngst auch Amazon bei seinen erfolgreichen Echo-Lautsprechern mit der Sprachassistentin Alexa wechselte.

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