Entwicklungsumgebung für Machine-to-Machine-Kommunikation

Alles gebündelt, was M2M-Entwickler brauchen

20. Februar 2013, 11:00 Uhr | Markus Kien, Redaktion funkschau | Kommentar(e)
Andrzej Ochocki, Head of M2M Marketing & Propositions der Deutschen Telekom
Andrzej Ochocki, Head of M2M Marketing & Propositions der Deutschen Telekom
© Deutsche Telekom

Seit August 2012 betreibt die Deutsche Telekom ein Portal für die Entwicklung von Anwendungen auf Basis der Machine-to-Machine-Kommunikation. Die neuesten Werkzeuge daraus werden auf der Embedded World in Halle 5, Stand 307 vorgestellt. Im Interview gibt Andrzej Ochocki, Head of M2M Marketing & Propositions der Deutschen Telekom, Auskunft über das Angebot und wie Entwickler davon profitieren können.

funkschau: Herr Ochocki, was ist die „M2M Developer Community“?
Andrzej Ochocki: Die M2M-Developer-Community ist eine Plattform, die speziell für die Entwicklung von Machine-to-Machine-Lösungen ausgelegt ist. Entwickler aus aller Welt erhalten darauf Werkzeuge und Support, um Maschinen zu vernetzen und daraus Mehrwerte zu schaffen - sei es für ein privates Projekt wie die Heimautomation oder eine Monitoring-Applikation im industriellen Umfeld. Das Angebot reicht von APIs für die Software-Entwicklung von M2M-Anwendungen über Tutorials bis hin zu einem Forum zum Austausch mit anderen Experten. Und wenn jemand Hardware benötigt, um beispielsweise eine Tracking-Lösung für seinen Laptop zu bauen, kann er sie über unseren angeschlossenen M2M-Marketplace direkt bestellen. Kurz: Wir haben auf der Plattform alles gebündelt, was M2M-Entwickler brauchen. Eingebunden ist die Community in den „Developer Garden“, das Entwicklerportal der Deutschen Telekom.

funkschau: Welchen Zweck verfolgt die Deutsche Telekom damit?
Ochocki: Unser Ziel ist es, Entwickler bei neuen M2M-Lösungen von der ersten Idee über die Planung und Umsetzung bis hin zur Vermarktung zu begleiten. Wir öffnen uns deshalb für Entwickler, deren Erfindergeist wir stärken und ganz praktisch unterstützen wollen - und deren Kreativität wir mit unseren Infrastrukturen zusammenbringen. So entstehen starke Partnerschaften, beispielsweise auch mit Start-ups, die wir mit dem Gründerzentrum der Telekom besonders fördern. Wir ermöglichen Entwicklern und kleinen Unternehmen so den Zugang zu globalen Märkten und umgekehrt  verschaffen wir uns selbst als Lösungsanbieter einen Vorsprung vor der internationalen Konkurrenz.  

funkschau: An wen richtet sich das Portal und welche Voraussetzungen sollten Anwender mitbringen?
Ochocki: Das Portal richtet sich an Entwickler weltweit, die Anwendungen auf Basis der M2M-Kommunikation schaffen wollen - vor allem Anwendungen, die über Mobilfunk kommunizieren. Im Gegensatz zu drahtgebundenen Netzen gibt es hier Besonderheiten, für die wir ein Bewusstsein schaffen - von der Wahl passender SIM-Karten bis zur Kontrolle des übertragenen Datenvolumens. Experten im Bereich Embedded-Development werden sich schnell zurecht finden. Aber auch Neulinge - zum Beispiel Java- oder Android-Entwickler - im Bereich M2M finden hier wichtige Informationen für den Einstieg. Die Dokumentation erklärt nicht nur, wie man die APIs benutzt, sondern gibt darüber hinaus Anregungen und Empfehlungen für den gesamten Entwicklungsprozess - von der Idee über die Anforderungsanalyse bis hin zu Implementierung und Tests. Darüber hinaus tauschen sich Programmierer aus aller Welt auf dem Portal über ihre Ideen und Umsetzungswege aus. Bei Schwierigkeiten steht den Nutzern neben der Community ein Experten-Team der Deutschen Telekom als Support zur Verfügung. 

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