Expertenkommentar

Telit: Wachstumsmotor M2M

7. September 2011, 16:30 Uhr | Dominikus Hierl, CMO bei Telit Wireless Solutions | Kommentar(e)
Dominikus Hierl, CMO bei Telit Wireless Solutions
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Die automatische Kommunikation zwischen Maschinen, auch Machine-to-Machine-Communication genannt, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Analystenhäuser, wie Berg Insight und Gartner, sehen M2M als das große Trendthema der nächsten Jahre. Dies spiegelt auch die aktuelle Marktsituation wieder.

Die zentrale Funktion von M2M ist die automatische Übertragung von Daten in Echtzeit zwischen Maschinen über Mobilfunk oder Internet. Das Besondere an dieser Technologie sind die fast endlosen Möglichkeiten für neue Anwendungen. In nahezu allen Bereichen des Privat- und Geschäftslebens kann M2M-Technologie für mehr Sicherheit, Qualität und Effizienz sorgen. Dabei ist M2M keine neue Idee, erste Applikationen wurden bereits im Jahr 2000 entwi-ckelt. Traditionell gehören Anwendungen aus dem Bereich Flottenmanagement, Fernüberwachung oder das Fernablesen von Strom- und Wasserzählern dazu. Doch in den letzten zwei bis drei Jahren wuchs das Interesse an M2M deutlich. So sind eine Vielzahl neuer Anwendungen aus den Bereichen Versicherung, Gesundheit oder Consumer-Electronics hinzugekommen.

Die Gründe für das aktuelle Wachstum sind vielfältig: Zum einen hat die Politik das Potenzial der Technologie erkannt und fördert sie verstärkt. Das zeigen einerseits Förderungen wie das deutsche Forschungsförderungsprogramm „IKT 2020“, andererseits neue Gesetzesinitiativen zum Beispiel im Automobilbereich. „eCall“, ein von der EU vorangetriebenes europaweites Notrufsystem, das die Reaktionszeiten der Rettungsdienste erheblich verringern wird, ist das beste Beispiel dafür. Daneben tragen Initiativen im Versorgungsbereich zum verstärkten Einsatz von M2M-Technologie bei. So sollen in Großbritannien bis 2020 alle Haushalte mit intelligenten Strom- und Gaszählern ausgestattet sein.

Auch die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, sei es im Gesundheitswesen oder im Bereich Ressourcenknappheit sind Treiber für den M2M-Markt. Gerade im Gesundheitswesen zwingt der Kostendruck die Akteure effizienter zu werden, vor allem an den Schnittstellen zwischen häuslicher, ambulanter und stationärer Pflege. Hier sind Lösungen gefragt, die Pfleger entlasten und älteren Menschen länger ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Ähnliches gilt für die immer knapper werdenden Ressourcen: hier sind Lösungen notwendig, die Energie effizienter und intelligenter nutzen. So müssen zum Beispiel Ideen umgesetzt werden, mit denen Stromverbrauch intelligent gesteuert werden kann, um Zeiten mit Stromüberschuss und Stromknappheit auszugleichen.


  1. Telit: Wachstumsmotor M2M
  2. Weitere Gründe das Wachstum des M2M-Marktes

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