Expertenkommentar

Investitionsbremse BSI-Schutzprofile

18. November 2011, 13:04 Uhr | Dr. - Ing. Klaus Stocker, Leiter Smart-Energy bei Alcatel-Lucent Deutschland. | Kommentar(e)
Dr. - Ing. Klaus Stocker, Leiter Smart-Energy bei Alcatel-Lucent Deutschland.
Dr. - Ing. Klaus Stocker, Leiter Smart-Energy bei Alcatel-Lucent Deutschland.
© Alcatel-Lucent

Die aktuelle Diskussion um BSI-Schutzprofile (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) für intelligente Zähler hat leider nicht nur positive, sondern auch negative Aspekte. Sie könnte dazu führen, dass Stadtwerke und Industriekunden ihren Einstieg in Smart-Metering verschieben.

Zähler, die gemäß den gerade in der Verabschiedung befindlichen BSI-Schutzprofilen (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) produziert werden, sollen (erst) im Laufe des nächsten Jahres 2012 verfügbar und zertifiziert sein. Das ist Wasser auf die Mühle derjenigen, die sagen: Solange keine zertifizierten Zähler zur Verfügung stehen, brauche ich gar nicht anzufangen. Das wäre bedauerlich, denn Deutschland braucht jetzt sichtbare Fortschritte bei der Verbreitung von Smart-Metering, als direkt erlebbaren Einstieg in das Smart-Grid von morgen.

Die Einführung sicherheitszertifizierter Systeme bringt unbestreitbar zusätzliche Komplexität und zusätzlichen Aufwand. Wir sollten dies aber nicht nur als Bürde, sondern auch als Chance begreifen. Nur nachhaltige Lösungen, welche die Sicherheitsbedürfnisse des Verbrauchers und der Energiebranche erfüllen können, werden auf Dauer erfolgreich sein.

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