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Neue Perspektiven am Point of Sale

23. September 2016, 11:59 Uhr   |  Autor: Uwe Barthelmes / Redaktion: Axel Pomper | Kommentar(e)

Neue Perspektiven am Point of Sale
© Mobotix

Einzelhändler haben jedes Jahr mit Inventurdifferenzen in Millionenhöhe zu kämpfen, von organisatorischen Fehlern ganz zu schweigen. Um diese diese zu vermeiden, nutzen viele Unternehmer Videosysteme, die Beweise liefern sollen. IP-Sicherheitskameras können jedoch viel mehr.

Auf Basis von Kameras mit integrierter Analysefunktion erhalten Einzelhändler sta-tistische Verhaltensdaten von Personen und Objekten am Point of Sale (PoS). Es gibt Lösungen, die alle Bewegungen von Objekten erfassen und auswerten. So ist beispielsweise ersichtlich, welche Regale im Verkaufsraum an einem bestimmten Werktag die höchste Kundenattraktivität verzeichnen. Außerdem ist es möglich, genau zu analysieren, welcher Eingang am häufigsten genutzt wird oder wie die Laufwege der Kunden sind. Diese Erkenntnisse lassen sich wiederum für Marketingaktivitäten nutzen, beispielsweise bei der Platzierung von Angeboten oder Plakaten.

Genaue Ressourcenplanung

Es gibt Lösungen, die es ermöglichen, gespeicherte Transaktionsdaten mit den relevanten Videodaten zu synchronisieren. Dank der Such- und Sortierfunktion für Daten des PoS-Systems lassen sich Kassenvorgänge nach Artikel, Preis oder Personal analysieren und das Lager oder der Personaleinsatz je nach Saison oder vor Wochenenden planen. Außerdem zeigt die Lösung relevante Videos zu einer bestimmten Transaktion an und durchsucht Kassendaten nach Stichworten. Dank der Post Video Motion-Analyse lässt sich eine gezielte Hochgeschwindigkeits-suche mit Zeitraffer nach speziellen Bewegungsereignissen in allen Aufzeichnungen durchführen.

Bei dem dezentralen Konzept, auf denen PoS-Lösungen basieren, ist in jede Kamera ein Hochleistungsrechner und bei Bedarf ein digitaler Langzeit-Flashspeicher eingebaut, beispielsweise in Form einer MicroSD-Karte. So sind mehrtägige Aufzeichnungen möglich. Die Daten und Bilder werden in der Kamera verarbeitet und codiert, auch speichern oder steuern die Videosysteme die Aufzeichnungen selbstständig. Mit Video-Management-Software können wichtige Kamerastandorte optimal live dargestellt oder schnelle Recherchen sowie Auswertungen durchgeführt und die Kameras einfacher verbunden sowie verwaltet werden.

Geringere Kosten

Grundlage dieser Videosysteme ist die hemisphärische Technologie, die einen 360-Grad-Rundumblick eines ganzen Raumes ermöglicht. An der Decke angebracht, hat der Anwender dank eines hemisphärischen Spezialobjektivs – dem sogenannten „Fisheye-Objektiv“ – den kompletten Raum im Blick, von Wand zu Wand und vom Boden bis zur Decke. So sind aufgrund dieser Technologie wesentlich weniger Videokameras erforderlich, wodurch sowohl die Anschaffungs- als auch die Wartungskosten gesenkt werden können. Da sich die IP-Kameras zudem in die vorhandene Netzwerkinfrastruktur einbinden lassen und keine Aufwendungen für eine auffällige Verkabelung wie bei analogen Systemen erforderlich sind, lassen sich die Kosten weiter senken.

Im Gegensatz zu einer Lösung mit mehreren Einzelkameras, bei der Objekte laufend von einem in einen anderen Sichtbereich wechseln, sind Ereignisse bei hemisphärischen Videosystemen immer im Sichtbereich und verschwinden nicht oder verdoppeln bei überlappenden Sichtbereichen. Das Breitband-Panoramabild bietet bei gleicher Zeilenzahl etwa die doppelte Auflösung eines üblichen Videobildes. Dadurch wissen Verantwortliche im Einzelhandel immer, wo sich eine verdächtige Person befindet und was diese macht. Daher bietet eine komplette Video-sicherheitslösung inklusive Video-Management-Software nicht nur einen guten Schutz vor Inventurdifferenzen, sondern am Point of Sale auch ganz neue Perspektiven.

Uwe Barthelmes ist Leiter Marketing bei Mobotix

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