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All-IP-Migration und die Problemzone Fax

05. August 2015, 10:59 Uhr   |  Quelle: Retarus | Kommentar(e)

All-IP-Migration und die Problemzone Fax
© fotolia_ArtmannWitte

Dass es bei einem solch großen Unterfangen wie der IP-Umstellung der Deutschen Telekom immer etwa holpriger zugeht, ist keine Überraschung. Allerdings weist Retarus darauf hin, dass es auch im späteren Betrieb insbesondere bei der Fax-Kommunikation zu empfindlichen Störungen kommen kann.

Wie insbesondere Firmen nach Umstellung auf All-IP-Umschlüsse oder der Einführung von Voice-over-IP (VoIP) eine reibungslose Geschäftskommunikation via Fax sicherstellen, erläutert Bernhard Hecker, Director Product-Marketing und Experte für Fax-Technologie beim globalen Messaging-Dienstleister Retarus: „Die Datenübertragung in IP-basierenden Netzen erfolgt technisch gesehen immer in einzelnen Paketen. Dabei kann es naturgemäß jederzeit zu unvorhersehbaren Paketverlusten kommen.“ Größer als bei der Telefonie sei die Fehlergefahr aber beim Empfang und Versand von Faxen: „Bei VoIP-Telefonie haben diese Verluste meist nur geringe Auswirkungen. Das menschliche Gehirn gleicht bis zu fünf Prozent dieses Informationsverlustes problemlos aus. Anders ist dies allerdings bei der Fax-Übertragung: Fax-Geräte reagieren auf solche Störungen äußert empfindlich. Dies hat mitunter massive Informationsverluste und Verbindungsabbrüche und somit erhebliche Störungen der geschäftsrelevanten Kommunikation zur Folge. Die neuen Netze stellen Unternehmen daher künftig vor große Probleme.“

Ein häufiger Lösungsansatz ist das speziell für die Fax-Kommunikation in VoIP-Umgebungen entwickelte Protokoll T.38, auch Fax-over-IP (FoIP) genannt. Diese Empfehlung der ITU-T (Internationale Fernmeldeunion) gilt als recht robust, um die verzögerungsfreie Übertragung von Fax-Dokumenten über das Internet sicherzustellen. „Fax-Sendungen werden hier nicht mehr als digitale Sprachsignale übertragen, sondern in einem eigenständigen Protokoll mit eigenem Paketformat und eigenen Regeln“, erklärt Hecker den Standard. „Dennoch bietet T.38 keine anwendbare Alternative. Denn viele große Telefonanbieter unterstützen das Protokoll bei VoIP-basierenden Telefonanschlüssen nach wie vor nicht. Für Unternehmen, die täglich Fax-Nachrichten mit geschäfts- oder zeitkritische Informationenwie Rechnungen, Stornierungen oder Bestellungen versenden, ist dies keine brauchbare Lösung.“

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