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Datenhoheit versus Cloud-Komfort: Datenhoheit – das Spiel um den Besitz der Daten

Neue Technologien wie das Internet of Things, Smart Home und Co. greifen in den meisten Fällen auf einen Cloud-Dienst zurück. Das verspricht viele Vorteile, birgt aber auch Gefahren für die Datenhoheit.

Sport Ball Daten werfen Bildquelle: © datenkugel fs-ostill-123rf

Spätestens seit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) beschäftigen sich Unternehmen intensiv mit dem Schutz, aber auch mit dem Transfer, der Speicherung und der Verschlüsselung der Daten. Denn all diese Bereiche fallen unter den Begriff „Datenhoheit“. Der Datenschutz soll die Privatsphäre gewährleisten. Damit das passieren kann, müssen personenbezogene, aber auch unternehmensbezogene Daten vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden.

Um Daten sicher zu übertragen und zu speichern, ist eine entsprechende Verschlüsselung unerlässlich. Seriöse Anbieter von Software-Lösungen, Tools und Datenbanken legen in ihren Datenschutzbestimmungen offen, wie die Daten verschlüsselt, an wen sie übertragen und wo sie gespeichert werden. Doch das Problem ergibt sich schon bei der Wahl eines Dienstes: Die Nutzer entscheiden sich in erster Linie nach Kosten und Einfachheit für eine Cloud-Anwendung – sind die Daten allerdings erst einmal gestreut, gibt es nachträglich keine Möglichkeit mehr, sie zu verschlüsseln und vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Darum sollte der Fokus bei der Wahl von cloudbasierten Diensten im ersten Schritt auf der Datenhoheit liegen, sodass man jederzeit weiß, wo und bei wem die
Daten liegen.

Zeitalter von IoT und Cloud
Wir sind im Zeitalter des Internet of Things (IoT) angekommen und das verspricht einige Vorteile: Durch die Vernetzung können Daten ausgewertet, kombiniert und analysiert werden, um Geräte noch intelligenter zu machen. In der Industrie lassen sich beispielsweise Maschinen miteinander vernetzen und damit Arbeitsabläufe vollständig automatisieren. Darüber hinaus können Unternehmen einen großen Teil der Prozesse wie die Steuerung von Türschlössern, Alarmanlagen, Rollläden und vieles mehr zentral steuern. Das ermöglicht es wiederum, dass Anwender die Geräte automatisch an Tageszeiten, Wetterlagen oder spezifische Einstellungen anpassen können, was den Tagesablauf erleichtert sowie im Idealfall Zeit und Kosten spart. Die Daten werden dabei meist in einer Cloud gespeichert.

Vor allem Unternehmen profitieren von den neuen Möglichkeiten der vernetzten Welt – insbesondere von den Vorteilen der Cloud-Lösungen. Weit über Smart-Home-Systeme haben hinaus haben alle Mitarbeiter über entsprechende Dienste jederzeit und ortsunabhängig Zugriff auf Unternehmensdaten. Das ermöglicht beispielsweise moderne Arbeitsmodelle wie Remote Working, Home Office sowie interdisziplinäre Teams.