Sie sind hier: HomeDatacenter

Sensu Go: Open Source Monitoring in der Cloud

Moderne Cloud-Architekturen stellen besondere Anforderungen an das Monitoring. Für IT-Verantwortliche könnte es sich deshalb lohnen, einen Blick auf das Open Source System Sensu Go zu werfen.

Datacenter-Monitoring Bildquelle: © everythingpossible - 123RF

Moderne IT-Architekturen werden immer komplexer. Die fortschreitende Digitalisierung mit heterogenen Rechenzentrums- und Cloud-Strukturen, mit einer wachsenden Anzahl von mobilen Endgeräten und IoT-Komponenten sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Prozesse immer differenzierter abbilden und automatisieren können. IT-Verantwortliche brauchen deshalb leistungsfähige Monitoring-Tools, die den Anforderungen moderner Cloud-Architekturen gewachsen sind:

  • Überwachung dynamischer Workloads: Moderne Monitoring-Tools müssen die automatische Orchestrierung der Cloud mitgehen und in der Lage sein, agile Workloads zu überwachen.
  • Offene Schnittstellen: Für die Kommunikation und Integration mit vielen anderen Systemen in der Cloud brauchen Monitoring-Systeme offene Schnittstellen, über die sie Daten austauschen und Events anstoßen können.
  • Microservice statt Großsystem: In modernen IT-Architekturen reicht es aus, wenn ein Monitoring-Tool sich als modularer Microservice ganz schlank auf seine Kernaufgaben konzentriert. Ergänzende Funktionen wie Visualisierung oder Analyse können von anderen Systemen bereitgestellt werden.

Neben den klassischen, oft proprietären und teuren Lösungen gibt es einige interessante Open Source Systeme im Monitoring-Markt, die IT-Verantwortlichen interessante Perspektiven für umfassendes Monitoring in heterogenen Architekturen bieten.

Schlank und offen für die Cloud

In seiner ersten Version wurde Sensu in Ruby geschrieben und 2011 veröffentlicht. Mit Sensu Go liegt seit Dezember 2018 das komplette Re-Write in Go dieses Open Source Monitoring Systems vor. Hinter Sensu Go steht heute die 2017 gegründete Sensu Inc. und eine stetig wachsende Open Source Community. Es wurde als Microservice für heterogene IT-Architekturen konzipiert und kann für die Überwachung aller Ebenen einer IT-Architektur eingesetzt werden: von Servern, virtuellen Maschinen und Containern über Netzwerkgeräte, CPUs und Speicher bis hin zu Applikationen und Microservices.

Sensu Go soll automatisiert gesteuert werden können und hochgradig integrierbar sein – das ist die Kernphilosophie seiner Entwickler. Es besteht aus einer Backend-Komponente und aus Agenten auf den zu überwachenden Systemen, die die eigentlichen Prüfungen durchführen. Sensu Go ist API-driven, das heißt es kann komplett über seine RESTful-API betrieben werden, die von der Backend-Komponente bereitgestellt wird und verschlüsselt über WebSockets kommuniziert.

Durch die offene Schnittstelle lassen sich für Überwachungen verschiedenster Art entsprechende Plugins ergänzen und nutzen, so dass es für das Monitoring mit Sensu Go kaum Grenzen gibt. Ein Plugin kann dabei jedes von der Commandline ausführbare Skript sein. So können nahezu alle Plugins eingesetzt und weiter benutzt werden, die auch aus anderen Monitoring-Lösungen bereitstehen. Nativ unterstützt Sensu Go beispielsweise die Ausgabeformate von Plugins des Open Source Monitoring Systems Nagios sowie Graphite Plaintext Protocol, InfluxDB Line Protocol und OpenTSDB Line Protocol.