Sie sind hier: HomeDatacenter

Fujitsu Storage Days 2019: Fujitsu spornt zum Abschied von 15K-Festplatten im Datacenter an

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

„Der Tod von NAND-Flash“

Gehört die Zukunft also dem Flash-Speicher? Marticke ist sich sicher, dass die aus SSDs bestehende Tier 0-Ebene, auf der es hohe I/O-Werte und kurze Antwortzeiten erfordert, deutlich wachsen wird. Aber selbst für NAND-Flash zeichnet sich bereits Konkurrenz am Horizont ab: „3D XPoint“ von Intel und Micron. Die nichtflüchtige Speichertechnologie bietet eine deutlich geringere Latenz und soll sich häufiger überschreiben lassen: „3D XPoint wird der Tod von NAND-Flash sein!“, so Marticke.

Jedoch ist nicht nur Performance für Unternehmen entscheidend, sondern darüber hinaus auch, wie sie die Daten für sich nutzen. So kann eine durchdachte Data-Protection-Strategie laut René Hübel, Senior Product Marketing Manager bei Fujitsu, nicht nur dafür sorgen, Daten beispielswese im Falle eines Cyberangriffs schnell wiederherzustellen. Für Unternehmen seien Back-up- und Archivdaten ein wahrer Goldschatz mit bedeutenden Informationen, aus denen sich unter anderem Prognosen für die Geschäftsentwicklung ableiten lassen. Wichtig sei daher eine effiziente Indizierung und Katalogisierung, um somit eine schnelle Suche im Datenschatz zu gewährleisten. Dabei steht für Hübel fest, dass es nicht „die eine Lösung“ gibt, da jedes Szenario individuell sei – unter anderem sprach sich der Marketingmanager klar gegen eine reine Cloud-Back-up-Strategie aus, da diese aufgrund der Übertragungskapazitäten aktuell nicht die nötige Hochverfügbarkeit bieten könne.

Welche Bedeutung im Digitalen Zeitalter den Daten zukommt, unterstrich zum Finale der Storage Days in Neuburg auch Professor Klemens Skibicki, Wirtschaftshistoriker und Unternehmensberater. „Hybridlösungen bei Sammlung und Speicherung und Schnittstellen, um Daten in gigantischem Umfang in Echtzeit zu verknüpfen, sind der Schlüssel der Wettbewerbsfähigkeit in allen Branchen“, so der Digitalisierungsexperte. Die technologische Basis werde jetzt gelegt, um das zu ermöglichen, „was Menschen immer schon gemacht hätten, wenn es möglich gewesen wäre“. Daher brauche es ein einheitliches Verständnis dieser Entwicklung, eine Anpassung der Geschäftsmodelle, der Unternehmensstruktur sowie nicht zuletzt der Unternehmenskultur.