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Fujitsu Storage Days 2019: Fujitsu spornt zum Abschied von 15K-Festplatten im Datacenter an

Auf seinen Storage Days 2019 hat Fujitsu einen Blick in die Zukunft von Datacenter, Data Protection und Speicherlösungen geworfen. Fest steht für die Experten des Herstellers: Diese Zukunft wird ohne schnell drehende Festplatten stattfinden.

Fujitsu Michael Marticke Bildquelle: © Fujitsu

„Kaufen Sie keine 10K- und 15K-Platten mehr“, forderte Michael Marticke, Evangelist Datacenter und Fujitsu Distinguished Engineer bei Fujitsu

Fujitsu nutzt seine jährlichen Storage Days, um Technologie- und Vertriebspartner sowie Endkunden auf den neusten Stand rund um das eigene Storage-Portfolio zu bringen und die Entwicklung des Marktes zu beleuchten. Und bei dieser spielen Rechenzentren und Speicherlösungen eine entscheidende Rolle. Immerhin schreitet die Digitale Transformation schnell voran und macht immer leistungsfähigere Datacenter-Infrastruktur notwendig, wie Stefan Roth, Leiter des zentraleuropäischen Storage-Geschäftes von Fujitsu, in seiner Keynote erklärte.

Wie die Speicherbasis dieser Zukunft aussehen soll, steht für den Hersteller fest: zu großen Teilen Flash-basiert, schnell drehende Festplatten sollen schnellstmöglich aus den Rechenzentren verschwinden. „Kaufen Sie keine 10K- und 15K-Platten mehr“, forderte Michael Marticke, Evangelist Datacenter und Fujitsu Distinguished Engineer, die Teilnehmer in Neuburg bei Ingolstadt auf. Allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits im vergangenen Jahr appellierte der Storage-Experte an die Partner und Endkunden. Dass Fujitsu nach wie vor so viele 15K-Festplatten verkaufe, wäre für ihn unverständlich. Dennoch ist der Trend in Richtung Flash nicht von der Hand zu weisen. Lag der Anteil der SSDs an allen verkauften Speichermedien bei Fujitsu 2016 bei sieben Prozent, waren es 2017 bereits 14, 2018 sogar 19 Prozent.

Martickes deutliche Worte scheinen also zu fruchten: „Sie schmeißen Ihr Geld zum Fenster raus“. Demnach wären die Festplatten nur auf den ersten Blick kostengünstiger, in einer Beispielrechnung bei einer Kapazität von 335 TByte kam der Datacenter Evangelist hingegen auf einen preislichen Vorsprung von rund fünf Prozent für die SSDs, in die nicht zuletzt auch Stromverbrauch, Servicekosten und auch die Leistung einfließen müsse. Darüber hinaus sind die in den Eternus-Lösungen verbauten SSDs in den vergangenen 15 Monaten selbst bereits um 43 Prozent günstiger geworden.