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Trends 2019: Insight Engines, wichtiger denn je

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Künstlicher Intelligenz ein menschliches Gesicht geben

Trend 4: Conversational User Interfaces geben künstlicher Intelligenz ein menschliches Gesicht
Heute übliche Chatbots werden von Konsumenten meist als nicht intelligent und wenig hilfreich eingestuft. Daher investieren Unternehmen immer mehr in Technologien, die die Interaktion mit Kunden auf eine gleichsam menschliche Ebene hebt. Laut IDC schaffen sogenannte Conversational Agents derzeit einen Markt von 12 Milliarden US-Dollar; im Jahr 2022 sollen es 28 Milliarden sein.  

Im Jahr 2019 werden Unternehmen zunehmend erkennen, dass Insight Engines die optimale Basis für die intelligente Interaktion mit Kunden bilden. Dabei nutzen diese Technologien wie Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Question Answering (NLQA) – beides Teilbereiche der künstlichen Intelligenz –, um Dialoge in natürlicher Sprache führen zu können. Damit erhält der Kunde beispielsweise auf die Frage, wer Francis Bacon gewesen sei, nicht unzählige Links, sondern unmittelbar die Antwort: „Englischer Philosoph, Jurist, Staatsmann und Wegbereiter des Empirismus“. Hierbei wurde der Kontext des Fragenden richtig interpretiert und die Informationen semantisch aufbereitet.

Trend 5: Innovative Einsichten auf unternehmensweite Informationen schaffen neues Wissen
Informationen zu Kunden, Themen, Prozessen und Objekten der Wirklichkeit sind heute in der Regel in sogenannten Silos geparkt wie etwa in Form von E-Mails, Dokumenten oder Datensätzen diverser Unternehmens-Applikationen. Insight Engines schaffen gleichsam eine Klammer über alle Datenquellen hinweg, wobei die Daten – im Gegensatz zur Methode traditioneller Wissensmanagementsystemen – dort bleiben, wo sie generiert wurden.

Analog zu den aktuellen IoT- und Industrie 4.0-Trends, bei denen etwa Maschinen einer Produktionsstätte vernetzt werden und damit neue Einsichten auf die Performance und den Zustand erlauben, schaffen Insight Engines so ein machtvolles Instrument, das sich mit „Unified Everything 4.0“ beschreiben lässt.

Damit erhalten Mitarbeiter eine 360-Grad-Sicht auf Kunden, Themen, Prozesse bis hin zu einzelnen Bauteilen, woraus neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Darüber hinaus sind Unternehmen damit in der Lage, virtuelle Repräsentationen zu schaffen („Digital Twins“), die sich beispielsweise für Simulationen im Bereich Produktentwicklung, Prozessmodellierung oder Marketing nutzen lassen. Digital Twins bilden einen rasch wachsenden Markt: 2023 soll bei einem jährlichen Wachstum von 37 Prozent die 15-Milliarden-Dollar-Marke erreicht werden.

Daniel Fallmann, Gründer und Geschäftsführer von Mindbreeze Bildquelle: © Mindbreeze

Daniel Fallmann, Gründer und Geschäftsführer von Mindbreeze, definiert die wichtigsten Insight Engine-Trends 2019.

Trend 6: CEOs übernehmen das Ruder
Die digitale Transformation wurde in der Vergangenheit oft als ein rein technisches Thema gesehen oder an Marketing- und Personalabteilungen delegiert. Immer mehr CEOs haben jedoch erkannt, dass der Zugang zu Daten und deren intelligente Aufbereitung geschäftskritisch sind. Das bestätigen etwa zwei Drittel der deutschen Unternehmenslenker.  

Daher werden 2019 CEOs ihre Aktivitäten verstärkt auf das Thema digitale Transformation und die damit zusammenhängenden Technologien lenken. Mit Insight Engines erhalten sie ein Instrument an die Hand, das einerseits hilft, die Transformation strategisch zu lenken, und andererseits ermöglicht, im operativen Geschäft Entscheidungen zu treffen, die durch Wissen und gesicherte Informationen untermauert sind.

Fazit: „Wissen ist Macht“ gilt mehr denn je
Insight Engines vereinen die zentralen Aspekte der digitalen Transformation unter einem Dach. Sie helfen nicht nur, die im Unternehmen verstreuten Daten zu bündeln, um daraus Wissen zu generieren, sondern ermöglichen auf Basis dessen einen verlässlichen Blick in die Zukunft. Davon profitieren Management, Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen, womit Insight Engines im Jahr 2019 verstärkt in den Fokus von strategischen Aktivitäten rücken werden.