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Connectivity: Netzwerke für die digitale Zukunft

In der Zukunft sind digitale Infrastrukturen ein wichtiger Wachstumsfaktor für Unternehmen, insbesondere bei der Konfrontation mit disruptiven Entwicklungen in der eigenen Branche. Treibstoff für diese Disruption bilden Technologien wie Cloud, IoT, Mobilität, Plattformen und Echtzeit-Datenanalyse.

Zukunft Bildquelle: © Sergey Nivens - 123RF

Bei der Digitalisierung geht es schwerpunktmäßig um Daten und deren schnellstmöglichen Transport und Speicherung an zentralen und dezentralen Orten, je nach Bedarf. Damit steigen die Anforderungen an Speicherplatz und die Verfügbarkeit sowie die Leistungsfähigkeit der Netze. Die traditionellen Anwendungsarchitekturen der Unternehmen sind meistens nicht mehr flexibel genug, um sich an die höhere Geschwindigkeit, den Umfang und die Vielfalt der Daten und auch verschiedene Speicherorte anzupassen. Eine weitere Konsequenz des beschleunigten Digitalisierungswachstums sind veränderte Anforderungen an Rechenzentren und die bereitgestellte Konnektivität.

Die Rechenzentren der Zukunft werden hybrider und dezentral sein. Sie erfordern nahtlose Bereitstellung, Migration, Management und Monitoring der Infrastruktur und Anwendungen, die über verschiedene Clouds hinweg eingesetzt werden. Die Anbindung, die sogenannte “Connectivtiy“, ist ein fester Bestandteil des Infrastruktur-Angebotes neutraler Rechenzentrumsbetreiber, die Colocation-Flächen, Hosting und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) anbieten. Inzwischen geht es nicht nur um die Quantität, sondern auch um neue Kriterien an Performanz und Agilität. Schnelle Bereitstellungszeiten einer Gigabit-Ethernet-Verbindung und von gemanagten Bandbreiten werden von Kunden als Standard erwartet.

Eine Netzwerkvielfalt war immer schon, bedingt durch Verfügbarkeitssicherung und die neutrale Position bei professionellen Rechenzentrumsanbietern, für die Housing-Kunden gegeben. Das sind glasfaserbasierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, die Leased Lines, Virtual Private Networks (VPN), Netzverbindungen auf Ethernet-Basis und andere Netzwerkprodukte, die ins Internet führen oder Rechenzentren miteinander koppeln. Unternehmen profitieren heute von einer Cloud-Vielfalt und orchestrieren selbst ihre Cloud-Ressourcen und verschiedenen Anbieter für unterschiedliche Anwendungen. Daten und Dienste in die Cloud zu verlagern, ist für die meisten Unternehmen inzwischen eine normale Handlungsweise. Der Einsatz von Cloud-Lösungen hat sich weiterentwickelt. Zu Beginn ging es um die beiden Arten, Private- und Public Cloud. Inzwischen kommen Hybride Cloud-Modelle zum Einsatz und die ganz flexible Form, die Multi-Cloud.

Aus einer aktuellen Studie (451 Research), die NTT Com und Dell EMC beauftragt haben, geht hervor, dass Unternehmen in Europa ein verstärktes Interesse an hybriden Cloud-Modellen haben. 60 Prozent der Befragten (14 Länder) sind in der Phase, eine Strategie zu entwickeln oder Pilottest zu fahren. Hingegen wollen nur 16 Prozent auf die Single-Cloud Strategie setzen. Multi-Cloud-Lösungen mit differenziertem Einsatz verschiedener Cloud-Service-Provider liegen im Trend bei Unternehmen. Sie können als Entwicklungsschritt, hin zur Hybrid-Cloud, gesehen werden. In der Studie von 451 Research waren es 81 Prozent der befragten Unternehmen, die diese Strategie umsetzen oder anstreben. Die Nachfrage nach Multi-Cloud-Umgebungen ist bei Colocation- und Cloud-Kunden in den großen Rechenzentren merklich gestiegen. Unternehmen setzen dabei auf unterschiedliche Anbieter für verschiedene Anwendungen und Orte für eine Datenspeicherung. Das kann von dem Preisangebot abhängen, dass Kunden temporär den Anbieter wechseln oder auch aus Datenschutzgründen den differenzierten Einsatz von innerdeutschen Cloud-Anbietern und den US-Unternehmen (Amazon Web Services, Microsoft, Google) bedeuten. Immer obliegt es dem Kunden, selbst zu entscheiden, welchen Netzwerkanbieter oder Internet-Service-Provider er für seinen Netzwerkbedarf einsetzt. Die Auswahl wird noch größer.