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Netzwerk-Virtualisierung: Der Weg zum Software Defined Enterprise

Softwaredefinierte Technologien sind ein entscheidender Impulsgeber für die Telekommunikationsbranche – und das nicht erst seit gestern. So liefern Kommunikationsdienstleister eine Art Blaupause für die Transformation zum softwaredefinierten Unternehmen.

Netzwerk-Virtualisierung Bildquelle: © everythingpossible-123rf

Cloud Service Provider (CSP) und Telekommunikationsanbieter stehen vor mehreren Herausforderungen: Die endlose Datenflut bewältigen, die Dienstleisterkonkurrenz in Schach halten, die betriebliche Effizienz verbessern und die Basis für die nächste Generation an Services schaffen, die auf Hochgeschwindigkeits-5G-Netzwerken laufen. Netzbetreiber wissen, dass der Schritt in Richtung softwaredefinierte Technologien und Netzwerk-Virtualisierung notwendig ist, um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben.

Sie übernehmen damit eine Art Vorreiterrolle, denn Schnelligkeit und vor allem Flexibilität sind für alle Arten von Unternehmen unabdingbar, um für die Kunden attraktiv zu bleiben. Die Transformation ist in vollem Gange und es geht dabei um weit mehr als ein einfaches Technologie-Update: Vielmehr ist ein unternehmensweiter Transformationsprozess in Richtung softwaredefiniertes Unternehmen vonnöten.

Für diesen Weg gibt es allerdings kein pauschales Vorgehen. Viele Telekommunikationsanbieter haben sich beispielsweise dazu entschieden, einen Top-Down-Ansatz zu verfolgen, um eine End-to-End-Transformation über das gesamte Unternehmen hinweg anzugehen. Dieser ganzheitliche Ansatz wird in erster Linie von den CEOs getrieben, um sicherzustellen, dass die Kompetenzen der Mitarbeiter, die Unternehmens- und Organisationskultur als auch die IT-Infrastruktur und -Architektur Bestandteile dieser Transformation sind.

Best Practices zur Transformation
Unternehmen, die diesen Wandel bereits erfolgreich vollzogen haben, können für andere Best Practices für eine individuelle Transformation liefern. Die Erfahrungen helfen, den Übergang reibungslos, effektiv und vor allem ohne große Bedenken zu bewältigen.

Bestehende Infrastruktur erneuern: Der Aufbau einer softwaredefinierten Plattform, das Virtualisieren von Servern, Netzwerken und Storage, sowie Service-Management und Operations bilden die Grundlage und somit das Herzstück eines softwaredefinierten Unternehmens. Das heißt für CSPs, dass eine offene, virtualisierte Service-Plattform, die in den meisten Unternehmen bereits existiert, als Basis dient, auf der nach und nach eine agile IT-Umgebung aufgebaut werden kann. Diese neue Umgebung erlaubt es den CSPs, Geschwindigkeit und Reichweite an die sich stetig verändernden Bedingungen und Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Ein neuer Service, wie beispielsweise das Abspielen eines High-Definition-Videos über LTE, kann für CSPs dank agiler Infrastrukturen innerhalb weniger Tage umsetzbar sein. Wenn man bedenkt, dass man dafür vor nicht allzu langer Zeit noch Monate brauchte, ist dies ein deutlicher Vorteil – auch gegenüber der Konkurrenz.