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Roundtable: Lifecycle-Service-Orchestration: B2B-Netzwerkservices flexibel und schnell verfügbar

Fortsetzung des Artikels von Teil 5.

Expertenkommentar: Das neue Netzwerk ist unterwegs

James Armstrong, Executive Vice  President & GM, Spirent Communications Bildquelle: © Spirent Communications

James Armstrong, Executive Vice President & GM, Spirent Communications

James Armstrong, Executive Vice President & GM, Spirent Communications: "Netzwerkbetreiber werden heute von den Erwartungen der Always-On-Generation getrieben: Sie erwartet ungebundene Mobilität, nahtlose Verfügbarkeit ohne Wartezeiten sowie grenzenlose Angebote bei Anwendungen und Inhalten. In diesem Umfeld müssen Service-Provider ihre Profitabilität sicherstellen. Dazu gehört das schnelle Angebot von Services, um die Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig die Senkung von Betriebskosten durch die Automatisierung der Bereitstellung, der Überwachung und der Wartung.

Die gute Nachricht ist, dass die Kosten pro Teilnehmer sinken. Die schlechte ist, dass die jährlichen Einkünfte pro Teilnehmer schneller sinken. Schenkt man den Analysten Glauben, dann wird sich die Schere im Jahre 2017 schließen.

Konventionelle Netzwerke limitieren die Möglichkeiten von Service-Providern, mit neuen Angeboten auf Marktanforderungen zu reagieren. Ihre Netze bestehen aus Tausenden von proprietären Hardware-Appliances wie Routern, Controllern, Access-Servern, Firewalls, Deep-Packet-Inspection-Appliances, WLAN-Zugangsgeräten und so fort. In den meisten Fällen bedeutet die Bereitstellung eines neuen Services eine signifikante Investition in weitere proprietäre Hardware und höhere Betriebskosten.

In Anbetracht der möglichen Vorzüge bezüglich Flexibilität, Kosteneinsparungen und Vereinfachung des Betriebs ist es kaum überraschend dass Service-Provider aktiv die Möglichkeiten von NFV, SDN und LSO evaluieren. Eine ganze Anzahl hat Proof-of-Concept-Versuche durchgeführt, mit der Perspektive, die neuen Technologien innerhalb weniger Jahre in produktive Netze zu überführen.

Diese Testphasen haben demonstriert, dass die fundamentalen Anforderungen an die Funktionalität erfüllt werden. Aber auf dem Weg von PoC zu produktiver Bereitstellung wird es notwendig sein, die Performance unter realer Last zu beweisen. Dies geht nur mittels entsprechender Testsysteme, die in der Lage sind, virtuelle und physikalische Umgebungen mit realistischer Last zu emulieren."