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Test: NetSupport Manager 12: Remote-Control-Favorit in neuem Glanz

NetSupport Manager 12 - Mit der Version 12 hat die beliebte Remote-Control-/Desktop-Management-Software mächtig zugelegt. Neben einer neuen Benutzerschnittstelle bringt der Netsupport-Manager nun vollständige Unterstützung für Windows 8 und Kompatibilität für Chrome-OS.

Auch Geräte mit Chrome-OS lassen sich mit NSM 12 aus der Ferne steuern Bildquelle: © Netsupport

Auch Geräte mit Chrome-OS lassen sich mit NSM 12 aus der Ferne steuern

Netsupport-Manager, kurz NSM, ist ein über rund zwei Jahrzehnte gereiftes Produkt der Rubrik Remote-Control. NSM aber schlicht als Remote-Control-Software zu bezeichnen, wird dem Produkt nicht gerecht, denn neben der Remote-Control offeriert es Funktionen wie schnelle Dateitransfers, Text- und Audio-Chats, Sitzungsaufzeichnungen und detaillierte Hardware- und Softwareinventarisierung. Das Produkt unterstützt Intels vPro- und AMT-Technik vollständig und kann deshalb unkompliziert auf Desktops, Laptops und Notebooks, die diese Technik implementiert haben, zuzugreifen und sie managen.

Eine Stärke von NSM war immer schon dessen breite Plattformunterstützung. Neben Windows (32 und 64 Bit sowie Server-2008- und -2012-Maschinen) arbeitet es mit Linux- und Macintosh-Systemen zusammen. Der NSM-Linux-Client ist kompatibel mit verschiedenen Versionen von Opensuse, Suse-Enterprise, Ubuntu/Edubuntu, Debian, Red Hat, Fedora oder Mint. Er unterstützt die Desktop-Manager Gnome, KDE, Ubuntu-Classic, Unity-2D, Mate und Cinnamon. Die Version 12 fügt nun eine vollständige Unterstützung von Windows 8 und 8.1 sowie zusätzliche Kompatibilität zu Chrome-OS hinzu. Der Windows-8-Support macht sich deutlich bemerkbar durch ein aktualisiertes Look & Feel. Die Software unterstützt Nachrichten im "Toast-Stil", solange der Windows-Benutzer im Metro-Modus unterwegs ist. Dass die Integration von NSM und Windows 8 sehr eng ist, wird unter anderem durch viele plattformspezifische Inventardetails sichtbar.

Während sich viele Hersteller vergleichbarer Software auf die Mainstream-Betriebssysteme Windows, Linux und vielleicht noch Mac-OS konzentrieren, scheut sich Netsupport nicht davor, auch ein "noch" Nischenprodukt wie Chrome-OS zu unterstützen. NSM in der Version 12 kann also auch Chromebooks remote steuern. Die Kommunikation zwischen NSM und dem Chrome-OS-Gerät erfolgt via HTTP. Damit es funktioniert, muss auf dem Chrome-Gerät allerdings die NSM-Chrome-Client-Extension geladen sein. Der steuernde Benutzer sieht in seiner Managementschnittstelle glasklare Thumbnails der Chrome-OS-Client-Bildschirme und kann sich mit einem Mausklick direkt verbinden. Für Chrome-OS stehen dann die üblichen Remote-Control-Funktionen zur Verfügung: ein Beobachtungs- und ein Steuerungsmodus, Darstellung des Control-Bildschirms oder einer auf dem Control-Rechner laufenden Applikation auf der Client-Seite, was unter anderem gut für Demonstrationen oder Instruktionen nutzbar ist, Deaktivieren der Maus und der Tastatur des Clients, Text-Chats, Nachrichtenaustausch und Remote-Clipboard. Chrome-Clients können ferner Support-Requests an einen Control-Rechner senden und auch selbst Verbindungen initiieren, beispielsweise über PIN-Connect.

PIN-Connect ist ein weiteres neues Feature von NSM 12, das schnelle Verbindungen zwischen einem Client und beispielsweise einem Support-Mitarbeiter erlaubt. Beide Seiten müssen lediglich einen übereinstimmenden PIN-Code eingeben. Das funktioniert natürlich nicht nur mit Chrome-OS, sondern generell.

Auch wenn es davon inzwischen nicht mehr viele geben dürfte: NSM unterstützt nach wie vor Legacy-CE-, -DOS- und Solaris-Systeme als Ziele. Damit sind nun alle als Client in Frage kommenden Plattformen genannt. Was es (noch?) nicht gibt, ist die Unterstützung von Tablets unter Android oder I-OS als Clients. Mit der Unterstützung von Chrome-OS hat NSM eigentlich schon einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Und Windows 8 ist auch ein für Tablets geeignetes Betriebssystem. Mich würde es nicht überraschen, wenn eines der nächsten Releases tatsächlich die Fernsteuerung von Android-Tablets und I-Pads offerieren würde.