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Test: Cryptshare: For your Eyes only

E-Mail-Verschlüsselung - Beim Austausch von Daten per E-Mail und Dateitransfer besteht aus Sicht vieler Experten enormer Nachholbedarf beim Schutz dieser Daten. Cryptshare ist ein erfrischend einfach zu handhabendes Produkt, das diese Sicherheitslücke schließt.

Wer E-Mails versenden kann, der kann auch Cryptshare verwenden. Bildquelle: © Befine Solutions

Wer E-Mails versenden kann, der kann auch Cryptshare verwenden.

Spätestens seit dieser Geschichte mit dem abgehörten Angela-Handy sind Datenschutz und Datensicherheit Themen, über die selbst beim Frisör an der Ecke diskutiert wird. Das Abhören von Telefongesprächen und das Mitlesen beziehungsweise Aufzeichnen von E-Mail-Datenverkehr durch NSA, MI5 oder BND ist eine Sache. Und ich bin mir nicht sicher, ob sich überhaupt eine Organisation wirksam davor schützen kann, denn die Rechen- und Manpower, mit der die Nachrichtendienste dieses "Geschäft" betreiben, ist gigantisch. Für Unternehmen ungleich bedeutender ist aber der Zugriff auf vertrauliche Daten durch Wettbewerber, denn dies kann im schlimmsten Fall die Existenz eines erfolgreichen Unternehmens ruinieren. Aber davor können sich Unternehmen sehr wohl schützen.

Ein Weg wäre, durch Richtlinien genau festzulegen, was per E-Mail das Unternehmen verlassen darf und was nicht. Jedoch hat sich erwiesen, dass allzu restriktive Richtlinien Mitarbeiter dazu veranlassen, unnötige Risiken einzugehen, indem sie bei einer negativen Antwort des E-Mail-Systems eben andere Wege nutzen, Informationen auszutauschen. Sie versenden dann vielleicht billige Medien (USB-Sticks, Speicherkarten) per Post oder nutzen frei verfügbare Cloud-Dienste. E-Mail-Nachrichten zu verschlüsseln, beispielsweise per S/MIME oder PGP, reduziert dieses Risiko, allerdings hat die übliche E-Mail-Verschlüsselung einige Schwachstellen. Es beginnt schon damit, dass viele E-Mail-Verschlüsselungslösungen nicht in der Lage sind, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Kosten herzustellen. Die Verschlüsselung von E-Mails und Dateianhängen ist lückenlos und daher sicher, jedoch fehlt die Möglichkeit, Informationen ad hoc auszutauschen, und große Dateien anzuhängen ist oftmals nicht möglich. Deshalb weichen die Benutzer dann wieder auf den Versand von Datenträgern oder auf Cloud-Dienste aus. Einmal richtig konfiguriert bietet die E-Mail-Verschlüsselung ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit. Schwierig wird es aber, wenn die Anforderung kommt, mit verschiedenen und wechselnden Partnern zu kommunizieren.

Die Sicherheitslücken zu schließen und alle diese Schwachstellen zu beseitigen, hat sich Cryptshare auf die Fahne geschrieben. Das Produkt wurde von Anfang an darauf ausgelegt, die bekannten Unzulänglichkeiten von E-Mail auf einfache, kontrollierbare und sichere Weise zu überwinden. Es ist für Absender so einfach zu benutzen wie für Empfänger. Im einfachsten Fall benötigt der Benutzer lediglich ein E-Mail-Postfach und einen Browser, er muss keine Software installieren und noch nicht einmal ein Benutzerkonto einrichten.

Das Herz des Cryptshare-Systems ist der Cryptshare-Server, der entweder in der unternehmenseigenen DMZ installiert oder extern gehostet wird – der Hersteller selbst offeriert Cryptshare kostengünstig als völlig unkomplizierten gehosteten Service. Wer lieber die vollständige Kontrolle haben und den Cryptshare-Server selbst installieren möchte, der kann eine virtuelle Appliance, eine Hardware-Appliance oder lediglich Software für die manuelle Installation erwerben. In der so genannten Basis-Installation ist Cryptshare eine Web-Anwendung. Jeder Mitarbeiter kann die Web-Schnittstelle des Cryptshare-Servers von jedem Gerät aus über einen gewöhnlichen Browser nutzen.