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Test: Performancefressern auf der Spur

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Anwender- und Geschäftsprozessmonitoring

Während sich „GeNiEnd2End Network“ auf End-to-End-QoS-Performancetesting für Netzwerkadministratoren, Helpdesk und Anwender konzentriert, ist die Domäne von „GeNiEnd2End Application“ das Monitoring von Anwender- und Geschäftsprozessen mittels Referenztransaktionen.

Zusammenfassen lässt sich das unter dem Begriff Endbenutzer-Experience-Monitoring. „GeNiEnd2End Application“ funktioniert unabhängig von der Infrastruktur und liefert Resultate, welche die objektive Verfügbarkeit und Antwortzeit geschäftskritischer Anwendungen zeigen, und zwar erneut aus der Perspektive des Anwenders. Zum Einsatz gelangen hier „Roboter“ oder Referenzsysteme, die an definierten Leis-tungsübergabepunkten installiert sind und simulierte Geschäftstransaktionen, so genannte Referenztransaktionen ausführen. Dahinter verbergen sich Scripts, die typische Arbeitsschritte der Anwender ausführen. Eine Folge unterschiedlicher Subtransaktionen kann zu einer kompletten Geschäftstransaktion zusammengefasst werden. Das klingt ziemlich kompliziert, aber die Erzeugung eines solchen Scripts ist denkbar einfach, denn sie geschieht durch automatische Aufzeichnung (Capture-Replay). Arbeitsschritte wie der Aufruf bestimmter Websites, die Durchführung von Datenbankabfragen oder der Abruf von E-Mail werden also einfach aufgezeichnet und in Form eines Scripts gespeichert, das die Referenzmaschine dann in Intervallen ausführt. Damit dürfte klar sein, dass als Referenzmaschinen kein Produktionssys-tem eingesetzt werden kann, denn der jeweilige Anwender würde durch die sich permanent wiederholende Scriptausführung doch sehr gestört. Außerdem wird das entsprechende System einmal täglich neu gebootet.

Ein Highlight von „GeNiEnd2End Application“ ist die Bewertung der Messergebnisse: es erfolgt eine automatische Aufteilung der Antwortzeit nach Netzwerk-, Client- und Serveranteil. Damit lässt sich endlich und eindeutig die Frage klären, wer oder was für die schlechte (oder gute) Performance verantwortlich ist – „GeNiEnd2End Network“ beantwortet ja eigentlich nur die Frage, ob das Netzwerk der Übeltäter ist oder nicht.

„GeNiEnd2End Application“ ist übrigens auch dort noch einsetzbar, wo andere Applikationen, die Remote-Agenten benötigen, aufgeben müssen, beispielsweise beim Cloud-Computing.