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Test: Performancefressern auf der Spur

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Aus der Sicht des Endnutzers

Das Produkt testet die Triple-Play-Performance der Netzwerkinfrastruktur vom Endbenutzer aus gesehen und verifiziert QoS und QoE durch aktive Tests. Diese Tests erstrecken sich über die Transport-, Netzwerk- und Service-Schichten und umfassen natürlich auch gewöhnliche QoS-Maße wie Jitter, Delay und Paketverlust. Zur Bestimmung der QoE und der End-to-End-Performance aus Benutzerperspektive nutzt „GeNiEnd2End“ Software-Endpunkte auf dem Endbenutzer-Desktop. Solche Software-Endpunkte installiert der Administrator entweder permanent auf dem Desktop oder on-demand für einmalige Messungen.

Eine weitere Stärke des Produkts ist dessen Fähigkeit, Ad-hoc-Remote-Performancetests durchzuführen. Damit ist es ein wertvolles Werkzeug für den First-Level-Support. Mit „GeNiEnd2End“ lässt sich die Performance einer Triple-Play-Applikation bereits überprüfen, während der Helpdesk-Call noch beantwortet wird. Solche Ad-hoc-Tests werden von einem Support-Mitarbeiter initiiert und sie greifen wieder auf den gerade erwähnten Software-Endpunkt zurück, der entweder bereits auf der Maschine des Benutzers installiert ist oder sogar vom Endbenutzer selbst von einem Self-Service-Portal heruntergeladen werden kann. Über die Netzwerkmanagement- und Reporting-Applikation in seinem Browser instruiert der Support-Mitarbeiter den Software-Endpunkt, einen Echtzeit-End-to-End-Performance-Tests auszuführen und innerhalb einer Minute erhält er Ergebnisse zurück, mit denen er potenzielle Engpässe, QoS-Fehler oder andere Probleme identifizieren kann. Hier ist zu erwähnen, dass der Ad-hoc-Test an sich eine Minute lang dauert. Es kann natürlich vorkommen, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem der Mitarbeiter den Test anstößt, bereits ein anderer Test aktiv ist, beispielsweise einer der geplanten periodischen Tests. In so einem Fall wartet der Ad-hoc-Test, bis der noch laufende Test beendet ist, bevor er mit höchster Priorität startet. In keinem Fall dauert es aber mehr als wenige Minuten, bis Messresultate zur Verfügung stehen. Für den Supporter ist es also wirklich ganz einfach:

  • Remote-Endpunkt selektieren, also den Software-Endpunkt auf dem Desktop des Anwenders,
  • einen zweiten Endpunkt selektieren, gegen den der Test ausgeführt werden soll (das kann ein geeigneter Endpunkt im Datacenter, aber beispielsweise auch der Rechner des Supporters sein),
  • den auszuführenden Test wählen, wobei sich immer der VoIP-Test anbietet,
  • den Ad-hoc-Test aktivieren.

Und eben weil diese Ad-hoc-Tests wirklich ganz einfach einstellbar und ausführbar sind, hat sich der Hersteller gedacht, sie auch gleich dem Endbenutzer selbst zur Verfügung zu stellen. Der kann sich damit zunächst selbst einen Überblick über die aktuelle Performancesituation verschaffen, und das spart möglicherweise schon einen Support-Call oder versetzt den Endbenutzer zumindest in die Lage, dem Support-Mitarbeiter eine qualifiziertere Problembeschreibung zu liefern. Der Endnutzer folgt einfach den Anweisungen auf der Self-Service-Website und erhält nach kurzer Zeit die Resultate.

Endnutzer, aber auch First-Level-Support-Mitarbeiter müssen sich für diese Art von Ad-hoc-Tests nicht in der Browserapplikation von „GeNiEnd2End“ zurechtfinden können, denn mit „FirstAid“ offeriert Netcor eine speziell für diesen Einsatz zugeschnittene kleine Applikation. Der Support-Mitarbeiter oder Anwender öffnet einfach „FirstAid“, selektiert in einer Pull-down-Lis-te einen der angebotenen vorkonfigurierten Tests, wählt aus einer weiteren Pull-down-Liste das Ziel für die Messung und startet den Test mit einem Klick. Nach rund 60 Sekunden sind die Ergebnisse da und zwar in einer unmittelbar verständlichen Form: „FirstAid“ bewertet das Messergebnis und präsentiert es als grafische Ampeldarstellung (rot ist schlecht, gelb ist ausreichend und grün ist gut). Bei einem schlechten Ergebnis kann der First-Level- ein Trouble-Ticket an den Second-Level-Support weiterleiten, wo Spezialisten eine tiefergehende Diagnose durchführen, bei der sie auf Detailinformationen aus „GeNiEnd2End“ zurückgreifen. Mittels einer vorhandenen Programmierschnittstelle lässt sich die Applikation übrigens auch direkt in eine vorhandene Helpdesk-Anwendung integrieren.