Netzwerke und Sicherheit

Wie die Transformation IT-Teams verändert

2. Dezember 2021, 15:30 Uhr | Autor: Neil Thacker / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
Positives Mindset im Team
© Pixabay / CC0

Ein Großteil der Netzwerk- oder Sicherheitsexperten arbeitet derzeit an einer Transformation oder plant diese. Doch wer dabei den Hut aufhat, ist nicht immer klar, denn Teamstrukturen werden zusehends zusammengeführt.

Fast alle Netzwerk- oder Sicherheitsexperten, CIOs, CISOs oder andere IT-Führungskräfte arbeiten derzeit an einer Netzwerk- und Sicherheitstransformation oder planen diese: Eine neue Untersuchung zeigt, dass sich momentan 99,5 Prozent der europäischen Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern mit entsprechenden Projekten beschäftigen. Mehr als die Hälfte von ihnen ist bereits mitten in der Umgestaltung oder beginnt im nächsten Jahr damit. 79 Prozent haben hierdurch bereits auch Kosteneinsparungen erzielt. Weniger Klarheit besteht indes darüber, wie die Transformationen angegangen werden, denn die Studie zeigt auch, dass IT-Führungskräfte über den besten Ansatz uneins sind.

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Zusammenführung der Disziplinen

Eine der wichtigsten Fragen der Studie lautet: „Wer ist für die Transformation von Netzwerken und Sicherheit zuständig?“ Die Antworten zeigen, dass fast ein Drittel der europäischen CIOs die Herausforderung der Projektzuweisung vereinfacht, indem die Teams zusammengelegt werden. Das bedeutet für die meisten eine große organisatorische Veränderung, die allerdings sehr sinnvoll erscheint. CIOs, die diesen Schritt planen, erachten dies als notwendig, weil „die Nutzung der Cloud die Trennung der Teams nicht sinnvoll erscheinen lässt“.  

Mit solchen konvergierten Teams wird das von 28 Prozent der IT-Verantwortlichen erwartete Problem, dass Netzwerk- und Sicherheitsteams um die Zuständigkeit für Projekte konkurrieren, vermieden. In einer Anfang 2021 durchgeführte Studie sagten 54 Prozent der europäischen CIOs, dass ein Mangel an Zusammenarbeit zwischen den Fachteams ihr Unternehmen daran hindert, die Vorteile der Digitalen Transformation zu nutzen. Ebenso sahen 44 Prozent der Befragten die Beziehung zwischen den beiden Teams als „feindlich“, „dysfunktional“, „frostig“ oder „irrelevant“. Ein Zusammenschluss der Teams kann also ein proaktiver Weg sein, Ineffizienz und Konflikte zu vermeiden.

Technologien der Wahl und der Arbeitsteilung

Secure Access Service Edge (SASE), Secure Service Edge (SSE) und Zero Trust Network Access (ZTNA) sind drei der wesentlichen Begriffe, die bei der Transformation von Netzwerken und Sicherheit eine Rolle spielen. SASE ist ein Rahmenwerk, das Sicherheit und Netzwerke neu definiert, um den Anforderungen und Risiken innerhalb von Cloud-nativen Organisationen gerecht zu werden. Innerhalb einer SASE-Architektur konsolidiert SSE Sicherheitstechnologien, während ZTNA ein Zugriffsmodell ist, das eine granulare und kontextbezogene Sichtbarkeit von Benutzern, Anwendungen und Daten erfordert, um Berechtigungen zu bestimmen. Für die Netzwerk- und Sicherheitsteams, die weiterhin getrennt bleiben, streben die IT-Verantwortlichen eine Zusammenarbeit bei der Durchführung der großen Transformationsprojekte an. Dabei wird die Zuständigkeit für SASE, SSE und ZTNA nicht einheitlich betrachtet: Einige CIOs und CISOs sehen sie als Aufgaben des Netzwerkteams an, während andere sie dem Sicherheitsteam zuordnen.

28 Prozent der CIOs sehen dabei die Verantwortung für SASE bei den Netzwerkteams und 18 Prozent bei den Sicherheitsteams, während 31 Prozent hierin eine gemeinsame Aufgabe erkennen. Überraschenderweise wird auch SSE, das oftmals als vom Sicherheitsteam betriebenes Element von SASE angesehen wird, nur bei 18 Prozent den Sicherheitsteams zugeordnet. 30 Prozent sehen das Budget und die Verantwortung beim Netzwerkteam und 33 Prozent eine geteilte Verantwortung. Zero Trust Network Access (ZTNA) wird ebenfalls vor allem dem Netzwerk zugeordnet (37 Prozent Netzwerk, 21 Prozent Sicherheit, 23 Prozent gemeinsam). Ebenso ist der uralte Streit um das Web-Gateway noch nicht beigelegt: 23 Prozent der CIOs glauben, dass SWGs die Sache des Sicherheitsteams ist, 28 Prozent ordnen sie dem Netzwerk zu und nur 27 Prozent sagen, dass sie gemeinsam verantwortet werden sollte.


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